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Girokonten Fast kostenlos

[15:08, 02.03.10]


Girokonten ohne Gebühren gehören fast schon zum guten Ton. Dennoch versteckt sich hinter dem Werbewort „kostenlos“ viel Augenwischerei. Doch der Trend geht zum echten Nulltarif.



Mit einem Girokonto zum Nulltarif werben zwar viele Banken, doch für die Kundschaft ist ein solches Konto oft nur ein frommer Wunsch. Meist gibt es mindestens ein Sternchen, das einen Mindestgeldeingang verlangt oder eine bestimmte Ansparsumme voraussetzt. Vorbildlich sind hier die Direktbanken, sie brauchen keine teuren Filialen. Deshalb kommen die großen Anbieter wie ING-Diba, Comdirect oder die DKB auch ohne das enttäuschende Kleingedruckte aus. Unter den Filalbanken ist diese Sitte weitaus seltener verbreitet.

Die  Postbank kommt diesem Ideal nun ein Stückchen näher und senkt ihren Mindestgeldeingang auf 1000 Euro. Ab Anfang April sollen rund 250.000 Kunden der Bank von diesem Schritt profitieren. So viele ihrer rund fünf Millionen Kunden haben laut  Postbank einen monatlichen Geldeingang von mehr als 1000, aber weniger als 1200 Euro und zahlen momentan noch 5,90 Euro im Monat. Rund zwei Drittel der Kundschaft gehöre zur Gruppe derer, die mit monatlich 1200 Euro an frischem Geld ohnehin schon nichts zahlen. Noch weiter runter wolle man aktuell nicht gehen, heißt es aus der Bonner Zentrale.

Jenseits des Rheins in Düsseldorf gibt sich die Targobank, die vorher als Citibank firmierte, deutlich bescheidener. 600 Euro sollte ein Kunde monatlich mitbringen, allerdings sollte sich dieser Betrag als Einmalzahlung auf dem Konto einfinden. Einen anderen Weg hat die HypoVereinsbank gewählt. Sie verlangt von ihren Kunden einen monatlichen Sparbetrag von mindestens 25 Euro. Die Norisbank bietet ihr Girokonto komplett zum Nulltarif.

Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch, dass der Markt dem kostenlosen Girokonto immer näher kommt. So sind zunächst die Direktbanken bescheidener geworden. Die Online-Tochter der Frankfurter Sparkasse, 1822direkt, hat sich erst vor kurzem vom Mindestgeldeingang verabschiedet. Bei ihr genügt eine Buchung auf der Habenseite, um das Konto wirklich kostenlos zu machen, bislang waren 1200 Euro monatlicher Geldeingang fällig.

Auch wenn zahlreiche Bankenstudien dafür sprechen, dass die Institute mit Hilfe einer Qualitätsoffensive verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen versuchen. Verbirgt sich hinter diesen hochtrabenden Versprechen, der in seiner Umsetzung deutlich einfacherer Preiskampf. Schlecht für den Kunden ist das nicht. Im großen  Girokontenvergleich von BÖRSE ONLINE erfahren Sie, welches Konto zu Ihren Bedürfnissen am besten passt.


 

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