Das Gespenst der Inflation treibt viele zum Gold. Ein Unternehmer aus Reutlingen will nun deutschlandweit 500 Goldautomaten aufstellen und die Menschen mit Gold to go begeistern.

Warum zur Bank, wenn´s auch am Automaten geht. Gold to go am Frankfurter Bahnhof.
In Zeiten wie diesen haben Goldhändler Hochkonjunktur. Thomas Geissler will auch etwas von Goldrausch abhaben und schickt gleich zwei Projekte um die Kundengunst ins Rennen. Zum einen vertreibt der Betriebswirt seit kurzem unter gold-super-markt.de einen Online-Versand für Gold, viel anfassbarer ist aber „Gold to go“. Ein Automat, an dem sich Goldliebhaber mit kleinen Stückchen des gelben Edelmetalls versorgen können. Der Apparat ähnelt stark einem der Automaten, aus denen man sich an Bahnhöfen mit Getränken oder Süßigkeiten versorgen kann. Nach dem Prinzip dieser Apparate funktioniert auch der Testautomat, der diesen Dienstag in der Vorhalle des Frankfurter Hauptbahnhofs stand. Gegen 31 Euro in bar spuckt das Gerät eine kleine Schachtel aus, in deren Inneren sich auf Schaumstoff gebettet, ein fingernagelgroßes Goldstück befindet.
Zwar dient der Automat nur als Vorführobjekt - doch Geissler hat bereits große Pläne. In den kommenden Monaten sollen solche Automaten an Orten mit großem Publikumsverkehr aufgestellt werden. Insgesamt 500 Geräte will Geissler im deutschsprachigen Raum verteilen. Die Serienmodelle sollen auch EC-Karten akzeptieren und Gold in kleinen Barren von einem, fünf und zehn Gramm anbieten. Die Automaten sollen „Appetitanreger“ sein. „Wir rechnen vor allem dann mit großem Zuspruch, wenn man bei den Banken für Gold Schlange stehen muss“, sagt der Unternehmer. Als Vorsorge gegen allzu goldgierige Zeitgenossen sind die Automaten mit einer Alarmanlage und anderen Finessen gesichert. Dennoch bleibt für die gesamte Wirtschaft zu hoffen, dass der große Run aufs Gold ausbleibt.
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