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Noa-Bank Finanzaufsicht erteilt Geschäftsverbot

[09:38, 28.07.10]


Der Streit zwischen der deutschen Finanzaufsicht und der Noa-Bank ist eskaliert. Nach Angaben der BaFin ist es dem Institut bereits seit dem 24. Juni verboten, neue Kredite auszureichen oder Kundeneinlagen anzunehmen. Was ist passiert?


Der Streit zwischen der deutschen Finanzaufsicht und der Noa-Bank ist eskaliert: Wie ein Sprecher der BaFin gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) bestätigte, ist es dem Institut bereits seit dem 24. Juni vorübergehend aufsichtrechtlich verboten, neue Kredite auszureichen oder Kundeneinlagen anzunehmen. Gegenüber Kunden hatte die Bank hingegen noch am 24. Juni auf ihrer Internetseite erklärt, sie friere die Geldvergabe und die Tagesgeldannahme "aufgrund des enormen Wachstums" ein. Die Noa-Bank vewaltet nach eigenen Angaben Spareinlagen in Höhe von 300 Millionen Euro und verfügt über 15.000 Kunden.

Aus den Erklärungen auf der Website des Bankgründers François Jozic geht hervor, dass die Aufsicht Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit des 2009 gegründeten Geldhauses hat. Laut Jozic hat die BaFin die Noa-Bank dazu aufgefordert, bis Ende des Monats eine Kapitalerhöhung über 10 Millionen bis 15 Millionen Euro vorzunehmen. Bei der BaFin wollte man sich zu Details aus den Verhandlungen nicht äußern, bestätigte aber, dass man die Bank aufsichtsrechtlich eng überwache.

Gemäß dem deutschen Kreditgesetz ist die Bank nicht verpflichtet, ihren Kunden mitzuteilen, dass ihr die Aufsicht die Erlaubnis für das Kommissions- und Kreditgeschäft entzogen hat. Dies fordert die BaFin erst, wenn sie durch mit einem Moratorium die Gelder einer Bank einfriert.

Bereits Ende April musste Jozic eingestehen, dass sein Geschäftsmodell an Grenzen stieß. Er konnte die eingesammelten Kundengelder nicht so schnell an kreditbedürftige Unternehmen weiterreichen wie geplant und musste das Einlagengeschäft drosseln. Jozic war mit dem Anspruch angetreten, die Kundengelder in nachhaltig wirtschaftende Firmen zu investieren. Seine Kunden sollten nachvollziehen können, an welche Firma ihr Geld geflossen ist.

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Bis April wurden 185 Millionen Euro an Tages- und Festgeld eingesammelt, aber nur 9 Millionen Euro an Firmen weiterverliehen. Den Überschuss parkte die Noa-Bank zwar teils wie versprochen bei der Bundesbank, aber auch bei anderen Banken. Nur so konnte sie Tagesgeld mit den im Branchenvergleich hohen 2,2 Prozent und Termingelder mit 3,5 Prozent verzinsen.


 

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