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OnVista Bank Gratiskäufe für Vieltrader

[11:45, 17.10.11]


Umsonst kaufen, gegen Gebühr verkaufen. Die OnVista Bank führt für aktive Kunden ein neues Preismodell ein. Wer sich auskennt, kann bei den Transaktionen Geld sparen.


Für Vieltrader gibt es bei der OnVista Bank Vergünstigungen. Ab sofort bietet sie eine neue Variante ihres bereits bestehenden FreeBuy-Depots an. Das neue Depot-Angebot des Online-Brokers heißt „FreeBuy Trade“ und funktioniert folgendermaßen: Je nach Anzahl der ausgeführten Orders im Vormonat erhält der Kunde zwischen fünf und maximal 150 Freikäufe für den Folgemonat gut geschrieben. Wohlgemerkt nur Käufe – bei Verkaufsaufträgen greift das normale Gebührenmodell des Brokers.

Rabatt ab zehn Trades im Vormonat

Ab zehn Trades im Vormonat erhält man fünf kostenlose Käufe im Folgemonat gut geschrieben. Außerdem wird im Folgemonat jede kostenpflichtige Wertpapierorder an einem deutschen Handelsplatz sowie im außerbörslichen Direkthandel um zwei Euro günstiger. Für 50 Freikäufe muss man im Vormonat 90 Mal gehandelt haben, für die maximal möglichen 150 Freikäufe sogar satte 250 Mal.

Schon bisher gab es bei der OnVista Bank Freikäufe. Deren Anzahl richtete sich bislang aber ausschließlich nach der Höhe des Guthabens auf dem unverzinsten Verrechnungskonto. Ab einem Durchschnittsguthaben von 2.000 Euro konnten Kunden zwei Mal kostenfrei Papiere kaufen. Diese Depotvariante bleibt weiter bestehen und heißt zur besseren Unterscheidbarkeit künftig „FreeBuy Cash“.

Kein Rabatt bei Verkäufen

Beim FreeBuy Trade-Depot zahlen die Kunden für Käufe entweder gar nichts oder sie zahlen den volumenabhängigen Preis, der auch für alle Verkäufe gilt. Orders kosten einheitlich 5,99 Euro plus 0,23 Prozent des Ordervolumens, maximal 39 Euro. Für den Fall, dass man im Vormonat zehn Mal mindestens Wertpapiere getradet hat, reduziert sich der Grundpreis auf 3,99 Euro. „In der Gesamtbetrachtung kosten der Kauf und Verkauf einer 1.000 Euro-Order mit FreeBuy Trade bei Einsatz eines FreeBuys somit nur 6,29 Euro. Das entspricht rund 3,15 Euro je Trade", rechnet Michael Bußhaus, Bereichsleiter Front Office der OnVista Bank, vor. Er sieht die Onvista Bank damit als günstiger als die Konkurrenz an. Eine 5000-Euro-Order kostet bei der OnVista Bank folglich entweder nichts, 17,49 Euro oder die rabattierten 15,49 Euro.

Nebenkosten wie etwa Börsen- oder Abwicklungsgebühren kommen zu den herkömmlichen Orderkosten allerdings noch hinzu, sie gibt die OnVista Bank eins zu eins an ihre Kunden weiter. Orders für Fondssparpläne oder für US-Börsen fallen im übrigen nicht unter die FreeBuy-Modelle.

Die Kunden dürfen ihre Depotvariante frei wählen, monatlich ist ein Wechsel möglich, eine Kombination der Modelle allerdings nicht. Als Faustformel gilt bei der OnVista Bank: Wer viele Transaktionen bei eher kleinen Ordergrößen tätigt, fährt mit FreeBuy Trade besser. Bei weniger Aktivität, dafür aber größeren Aufträgen ist eher FreeBuy Cash interessant. Wer in den Genuß von Freikäufen kommen möchte, muss allerdings rein rechnerisch mindestens einen Monat lang auf die Vergünstigungen warten und in dieser Zeit die Voraussetzungen erfüllen.

Bei großen Wettbewerbern, die ebenfalls Sonderkonditionen für Vieltrader einräumen, sind die Warte-Zeiträume indes meist deutlich länger. Bei  comdirect zum Beispiel erhalten Vieltrader 15 Prozent Rabatt auf die Ordergebühr. Dafür müssen sie im Vorhalbjahr allerdings 125 mal Wertpapiere gehandelt haben. Das jeweils relevante Vorhalbjahr ist jeweils fix der Zeitraum vom 1. April bis zum 30. September und dann wieder der 1. Oktober bis zum 31. März. Wer erst Mitte Oktober Kunde wird, wartet daher fast ein ganzes Jahr darauf, in den Genuß des Vieltraderrabatts zu kommen. Bei der  DAB Bank gibt es nach 100 Transaktionen im Kalenderhalbjahr grundsätzlich einen Rabatt von 30 Prozent auf das Grundentgelt. Dies gilt aber nicht für bestimmte Sonderaktionen. Beim Sparkassenbroker gibt es nach 100 Trades pro Jahr einen Rabatt von mindestens zehn Prozent, wer 1000 Trades gemacht hat, spart dann im Folgejahr 50 Prozent. Flexibler gehandhabt werden die Rabatte dagegen bei Cortal Consors. Die Orderkosten werden zwar erst ab 500 Trades pro Jahr günstiger, wer aber schon nach ein paar Wochen oder Monaten glaubhaft machen kann, auf derart viele Trades zu kommen, kann bei Cortal Consors schon mal nach Vergünstigungen fragen.

Fazit: Bei der OnVista Bank kommen aktive Kunden relativ rasch in den Genuss von Vergünstigungen. Allerdings muss man die Haken und Ösen des Preismodells kennen, denn Verkäufe kosten immer die Preisstaffel, und für bestimmte Aufträge wie etwa an US-Börsen gelten keine Free Buys.


 

© 2011 boerse-online.de, © Illustration: Pressefoto, Comdirect

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