Bei Sammelklagen schließen sich Anleger zusammen, um vor Gericht in den USA gemeinsam Prozesse gegen Unternehmen zu führen.
Nach deutschem Recht ist dieses Vorgehen seit Kurzem in ähnlicher Form auch möglich (siehe Frage 3), in den USA dagegen schon länger sehr populär. Die Klagen richten sich dort vor allem gegen Unternehmen, die Kapitalanleger unvollständig oder falsch informiert haben oder den Aktienkurs manipuliert haben, deren Aktionäre sich also in einer Weise betrogen fühlen. Aber auch zunehmend gegen beteiligte Banken.
In der jüngsten Vergangenheit haben vor allem Fälle wie die des Energieriesen Enron oder des zusammengebrochenen Telefonriesen WorldCom für Aufsehen gesorgt. Letzterer ist bereits zugunsten der Anleger entschieden worden. Sie erhalten nach bisherigem Stand von US-Gerichten die enorme Schadensersatzsumme von 2,6 Milliarden Dollar dafür, dass WorldCom mit Falschbuchungen seinen Unternehmenswert künstlich aufgebläht hatte. Dabei hat es sogar eine Entscheidung gegen die haftenden Banken gegeben.
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