Trotz der massiv gesenkten Leitzinsen sind beim Tagesgeld nach wie vor mehr als fünf Prozent Zinsen möglich. Das geht aus einem Test des Anlegermagazins BÖRSE ONLINE (Ausgabe 4/2009) hervor, das bundesweit die aktuellen Konditionen untersucht hat.
Den derzeit höchsten Zinssatz unter den deutschen Anbietern gibt es demnach mit 5,5 Prozent bei der DABbank, gefolgt von der türkischstämmigen Oyak Anker Bank mit 5,25 Prozent sowie der GE-Money-Bank mit fünf Prozent. Alle drei Anbieter sichern das Geld ihrer Kunden über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Darin verpflichten sich die Institute, pro Bankkunde für bis zu 30 Prozent ihres Eigenkapitals gerade zu stehen. Selbst bei der verhältnismäßig kleinen Oyak Anker Bank sind das rund 8,2 Millionen Euro.
Bei den Banken mit europäischer Einlagensicherung konnte sich im BÖRSE ONLINE-Test die
Credit Europe Bank durchsetzen. Die Niederländer bieten satte 5,75 Prozent, allerdings sind
hier lediglich 100.000 Euro komplett abgesichert. Den zweiten Rang belegt die Advanzia Bank
mit Sitz in Luxemburg, die 5,27 Prozent Zinsen auf das Tagesegld bietet.
Kunden, die ihr Geld bei einem Institut in der Region anlegen wollen, können laut BÖRSE ONLINE ebenfalls mit ordentlichen Renditen rechnen. So locken nach den Onlinebanken nun
auch verstärkt Filialbanken mit Tagesgeldkonten. Im Norden bietet momentan die Sparkasse
Hannover mit vier Prozent die höchsten Zinsen, in der Region West liegt die Sparkasse Langen-Seligenstadt mit 3,72 Prozent auf Platz eins. Die besten Konditionen im Süden bekommen Kunden bei der Sparda-Bank Nürnberg (3,65 Prozent), im Osten nimmt die PSDBank Chemnitz (3,3 Prozent) den Spitzenplatz ein.
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