Suspekt
25.09.2008, 23:30
Chaos und Panik regieren den Zinsmarkt
Am Finanzmarkt orientieren sich alle Zinssätze an der Rendite für Staatsanleihen. Banken refinanzieren sich am so genannten Swap-Markt, dessen Aufschlag oder auch Prämie über dem Zins für Staatsanleihen "Spread" genannt wird.
Die Grafik zeigt den Spread für USD-Swaps über Treasuries - also die Kosten der Refinanzierung für Banken. Selbst in extremen Stress-Situationen, Krisen und Börsen-Crash-Zeiten war der Spread nie höher als 90 bps . . heute Nacht explodierte dieses Krisenbarometer in der Spitze auf über +160 bps und handelte am späten Nachmittag immer noch bei +146.
Ähnlich sieht die Situation am kurzen Laufzeit-Ende aus. Während der Dollar-Leitzins bei 2% liegt und 3 Monats-Treasury-Bills sogar auf 0,5% gefallen sind, wurde der Dollar-Libor heute über 3,5% fixiert. Damit erreichte dieser Spread sensationelle + 330 bps. Die Dollar-Depot Zinsen liegen für alle Laufzeiten bis zum Mai 2009 deutlich über 5% und damit weit über dem EURO-Zins.
Euroland: die ECB hat kurzes Geld bei 4,25% und gestern bei 3,75% in den Markt gepumpt, doch der Zins für 1 Woche und 1 Monat (Euriobor) notierte fast bei 5%.
wer ist wriklich gefährdet ?:http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/smile.png
Als der Kapitalmarkt noch halbwegs normal war, galt das Instrument des CDS (Credit Default Swap) unter Profis als gutes Barometer für die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses individueller (börsennotierter) Firmen. Die Grafik im Anhang zeigt im Vergleich die CDS' für einige wenige ausgesuchte Finanz-Intermediäre, ausgedrück als Spread oder Aufschlag seit Herbst 2007 (Laufzeit: 5 Jahre für senior debt notes).
Der Buckel im März markierte mit dem Kurskurs von BearStearns den bis dahin erreichten Rekord.
Mit dem Konkurs von Lehman Brothers und der Zwangs-Rettung von MerrilLYnch durch BoA wurde ein neues Kapitel in der Geschichte für CDS aufgeschlagen: CDS für Morgan Stanley (blau) explodierten auf +900 Punkte.
Die Kurse per heute morgen:
MorganStanley (blau) +542
GoldmanSachs (grau) +343
UBS +235
Deutsche Bank + 125,7
Credit Suisse +110
Dresdner +100
Münch Rück (rot) +60
Allianz +75
http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png
Neues vom US-Dollar
Zwei kräftig gespaltene Lager streiten über die Zukunft des Dollars nach der Finanzkrise. Das logische Argument der Dollar Pessimisten über steigende Staatsverschuldung und Inflation wird von den Optimisten mit schweren Geschützen gekontert. Sobald das $ 700 000 000 000 schwere Rettungspaket verabschiedet sei, werde der Dollar stark ansteigen . . . . http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
700-Milliarden-Paket geschnürt
Die Rettung des maroden US-Finanzsystems kann beginnen: Das gigantische US-Rettungspaket zur Überwindung der Bankenkrise hat von den beiden großen Parteien in den USA grünes Licht bekommen. Sie haben sich grundsätzlich auf das Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der schweren Krise geeinigt. Das gab der demokratische Senator und Vorsitzende des Bankenausschusses Christopher Dodd am Abend in Washington bekannt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nun zügig handeln können.“
Führende Vertreter der Demokraten und der Republikaner hatten zuvor drei Stunden lang über ein 700-Milliarden-Dollar-Paket beraten, das von der US-Regierung vorbereitet wurde. Der republikanische Senator Bob Bennett erklärte: «Ich erwarte jetzt, dass wir in der Tat einen Plan haben werden, der vom Repräsentantenhaus und dem Senat verabschiedet und vom Präsidenten unterzeichnet wird.» Einzelheiten zu der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Mit dem Maßnahmenpaket sollen die Turbulenzen an der Wall Street und anderen Börsen rund um die Welt eingedämmt werden.
Die Aktienmärkte haben bereits im Tagesverlauf mit viel Optimismus auf die erwartete Entscheidung reagiert. Der Dax beendete den Donnerstaghandel mit einem Plus von zwei Prozent auf 6173 Punkte, der MDax für die mittelgroßen Werte stieg um 0,7 Prozent auf 7447 Zähler. Deutlich grüne Vorzeichen auch beim TecDax (plus 1,3 Prozent). Nur das Kleinwertesegment SDax zeigte einen leichten Hang zur Schwäche.
Noch stärker reagierten zwischenzeitlich die US-Börsen, gaben gegen Handelsschluss aber wieder etwas nach. Der Dow-Jones-Index für die großen US-Industriewerte legte letztlich um 1,8 Prozent auf 11.022 Punkte zu, der Nasdaq Composite buchte derzeit ein Plus von 1,4 Prozent auf 2187 Zähler.
Damit hatten die zahlreichen negativen Nachrichten des Tages keine Chance, sich nachhaltig belastend auf die Aktienmärkte auszuwirken. So ist der Auftragseingang langlebiger Güter im August 2008 unerwartet deutlich gesunken. Auch die Situation am US-Arbeitsmarkt hat sich überraschend weiter verschlechtert. Eine Gewinnwarnung von General Electric bringt Aktien des Konzerns indes deutlich unter Druck. Auch für den Baustoffzulieferer Texas Industries liefen die Geschäfte im Auftaktquartal schlecht.
Warnung vor Rezession
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten sind bereits seit vergangener Nacht Chefsache. Hatten sich in den vergangenen Tagen US-Finanzminister Paulson und Notenbankchef Bernanke bemüht, dem US-Kongress den Rettungsplan der Regierung in Höhe von 700 Milliarden Dollar schmackhaft zu machen, so schaltete sich um drei Uhr deutscher Zeit US-Präsident Bush in die Debatte ein. Seine dramatische Botschaft: Wenn nicht alle Kräfte an einem Strang ziehen, dann drohe eine lange und schmerzhafte Rezession. Im US-Kongress zeichnet sich mittlerweile eine rasche Verabschiedung des Rettungspaketes ab.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fand heute während einer Regierungserklärung im Bundestag deutliche Worte der Kritik an den USA. Er sprach von Versäumnissen im Hinblick auf die Finanzmarktkrise und davon, dass die „Welt nicht wieder so werden wird wie vor der Krise“.
Die Spitzenwerte im Dax sind Münchener Rück, Deutsche Telekom und MAN, die jeweils knapp fünf beziehungsweise vier Prozent zulegen. Laut Analysten der LBBW profitiert die Deutsche Börse stark von Zerschlagungsgerüchten. Die beiden Großaktionäre TCI und Atticus halten zusammen 19,3 Prozent der Stimmrechte. Einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge wollen sie den Vorstand zu einem Verkauf des Xetra-Geschäfts an die London Stock Exchange (LSE) bewegen. Experten halten die Zerschlagung für unwahrscheinlich.
also es gibt in den Charts (Allgemein)
keinen wirklich guten Ansatz den ich erkennen könnte:
EURO kurzfristig überhitzt, aber oberhalb der SMA 50 gesprungen, was einen weiteren Anstieg oder einen Fehlausbruch vermuten lässt. Nach Schnürung des Paketes ist der Euro aber eher long zu sehen, denn das sind immense Belastungen für den Dollar.
Öl sieht auch stark nach fallender Tendenz aus, Fehlausbruch über die EMA 50 ist möglich. Betrachtet man die angebliche Knappheit ist es steigend, die anlaufende Rezession, dann eher fallend....
Aktien:
DAX kann steigen bis knapp an die 6400 und ist sicher eher long denn short, da an der EMA 50 sollte man wieder nachdenken...
DOW gilt das gleiche bis 11250...an die EMA 50 ran, Tagesvola..
NDX COMP bis 2300 und NDX 100 kann is an die 1820 laufen.,..
Der S+P500 kann genau an die 1250 laufen, bei 1275 wird es spätestens spannend,also auch hier alles an einem Tag drin... nicht wirklich gut.
IFX unter die EMA 50 gesackt und sieht nicht gut aus,hier warte ich auf die 4,80 für neue Positionen... Sb bei 6.50 http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
DTE könnte über die EMA 50 ausbrechen und sieht auch für einen Anstieg gut aus, könnte im richtigen Umfeld bis 11.80 laufenhttp://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/wink.png
DAI sieht nach einem Ausbruch über die 40 aus und hat auch Substanz um drüber zu gehen....hat sich gut gehalten, was an den Daten der US Bauer liegen mag...http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png
VW sieht eher klar short aus und hier gibts ja auch mittlerweile wieder OS die akzeptabel wären, wobei die Aktie ist für mich die SAU des Marktes. Porsche muss sie obenhalten, damit die Werte in der Bilanz gut aussehen, wer will dagegen gehen ist die Frage...http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
Az könnte schön an die EMA 50 laufen, und es sieht auch danach aus, leigt bei 112... sind also ein paar Prozente drin. Mürü sieht bésser aus und hier könnte man eher long gehen, zumal die Bewertung deutlich besser ausschaut.
MAN könnte bis 60 laufen, die Aktie hat mitunter am meisten an Wert verloren, sicherlich eine interessante Position.
Thy Krupp sollte man im Auge haben, die Aktie ist ebenflass stark abgestraft und baut sich für eine Reaktion nach oben aus.
Soweit so gut, wobei das alles eine Chartbetrachtung nach Indikatoren ist, die Wirtschaft sieht da kritischer aus.
Die Rettung der USA .... zu spät? (Allgemein)
Suspekt (http://www.charttec-server.de/aktienforum/index.php?mode=user&show_user=19), Donnerstag, 25. September 2008, 15:06
·Die Demokraten signalisieren, dass zumindest intern - also zwischen Kongress und Senats-Demokraten ein Kompress für das Rettungspaket gefunden wurde.
· Die Republikaner sind noch nicht so weit.
Morgen wird eine Delegation aus Demokraten und Republikanern eine gemeinsame Linie verhandeln. Zentral ist die Frage, in welchem Umfang Vorstandsgehälter zukünftig gesetzlich reguliert werden sollen und in welcher Höhe der Staat am Eigenkapital jener Unternehmen beteiligt wird, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen (im Fachjargon „volkseigene Betriebe“).
·Die Präsidentschaftskandidaten Obama und Mc Cain haben in einer gemeinsamen Erklärung die Parole ausgegeben, das Rettungspaket sei – egal in welcher Form – unverzichtbar.
·Der US Präsident hat die Nation in einer Ansprache zum Rettungspaket adressiert – man zahle die $700 Mrd um eine schwere und schmerzliche Rezession zu vermeiden.
·In Hongkong gibt es seit heute morgen den ersten „run“ auf eine Bank. Der Baltic Dry Index kollabiert (Nachfrage für Transport-Schiffe / (Angst: Rezession). Gold notiert schwächer bei $888, Öl notiert bei $105 und der Dollar notiert gegen den EUR bei 1,4735, nachdem eine chinesische Zeitung meldet, das die Regierung alle Banken angewiesen hat, bei Ausleihungen an US-Banken vorsichtig zu sein – was offiziell natürlich dementiert wurde.
·Der Ted-Spread – die Differenz zwischen 3 Monats Treasury Bills und 3 Monats LIBOR ist auf 314 bps explodiert – normal sind 50 bps. Der Spread zwischen 2 Jahres Staatsanleihen und 2 Jahres Swaps ( zu dem Banken sich refinanzieren) ist auf unglaubliche 180 bps explodiert, Credit Default Swaps für US-Treasuries – also Staatsanleihen - notieren bei 29 bps.
·Die Analysten bei Deutsche-Bank-Research warnen, das $700 Mrd schwere Paket sei zu klein und komme vermutlich zu spät, denn die Entwicklung der Spreads an den Finanzmärkten signalisiere bereits Alarmstufe blut-rot ! !
· InvestmentFonds- Pimco (AllianzGruppe) warnt, wenn das $700 Mrd Paket nicht sehr schnell verabschiedet wird und die Kreditmärkte gelähmt bleiben, werden Teile des Finanz-Systems bereits in Kürze kollabieren.
· Die kombinierten Schäden aus den Wirbelstürmen Ike und Gustav stellen mit insgesamt $ 42 Mrd Schadenssumme als das drittschwerste in der Geschichte. Die Folgen: die Konjunkturdaten für September werden dadurch u.U. signifikant schwächer ausfallen (Produktionsausfall), der Wideraufbau wird danach für entsprechend hohes Wachstum sorgen . .
PS: es gibt eine gute Nachricht: In China sind die Aktienkurse um 5% gestiegen.
http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png:eek:
Am Finanzmarkt orientieren sich alle Zinssätze an der Rendite für Staatsanleihen. Banken refinanzieren sich am so genannten Swap-Markt, dessen Aufschlag oder auch Prämie über dem Zins für Staatsanleihen "Spread" genannt wird.
Die Grafik zeigt den Spread für USD-Swaps über Treasuries - also die Kosten der Refinanzierung für Banken. Selbst in extremen Stress-Situationen, Krisen und Börsen-Crash-Zeiten war der Spread nie höher als 90 bps . . heute Nacht explodierte dieses Krisenbarometer in der Spitze auf über +160 bps und handelte am späten Nachmittag immer noch bei +146.
Ähnlich sieht die Situation am kurzen Laufzeit-Ende aus. Während der Dollar-Leitzins bei 2% liegt und 3 Monats-Treasury-Bills sogar auf 0,5% gefallen sind, wurde der Dollar-Libor heute über 3,5% fixiert. Damit erreichte dieser Spread sensationelle + 330 bps. Die Dollar-Depot Zinsen liegen für alle Laufzeiten bis zum Mai 2009 deutlich über 5% und damit weit über dem EURO-Zins.
Euroland: die ECB hat kurzes Geld bei 4,25% und gestern bei 3,75% in den Markt gepumpt, doch der Zins für 1 Woche und 1 Monat (Euriobor) notierte fast bei 5%.
wer ist wriklich gefährdet ?:http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/smile.png
Als der Kapitalmarkt noch halbwegs normal war, galt das Instrument des CDS (Credit Default Swap) unter Profis als gutes Barometer für die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses individueller (börsennotierter) Firmen. Die Grafik im Anhang zeigt im Vergleich die CDS' für einige wenige ausgesuchte Finanz-Intermediäre, ausgedrück als Spread oder Aufschlag seit Herbst 2007 (Laufzeit: 5 Jahre für senior debt notes).
Der Buckel im März markierte mit dem Kurskurs von BearStearns den bis dahin erreichten Rekord.
Mit dem Konkurs von Lehman Brothers und der Zwangs-Rettung von MerrilLYnch durch BoA wurde ein neues Kapitel in der Geschichte für CDS aufgeschlagen: CDS für Morgan Stanley (blau) explodierten auf +900 Punkte.
Die Kurse per heute morgen:
MorganStanley (blau) +542
GoldmanSachs (grau) +343
UBS +235
Deutsche Bank + 125,7
Credit Suisse +110
Dresdner +100
Münch Rück (rot) +60
Allianz +75
http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png
Neues vom US-Dollar
Zwei kräftig gespaltene Lager streiten über die Zukunft des Dollars nach der Finanzkrise. Das logische Argument der Dollar Pessimisten über steigende Staatsverschuldung und Inflation wird von den Optimisten mit schweren Geschützen gekontert. Sobald das $ 700 000 000 000 schwere Rettungspaket verabschiedet sei, werde der Dollar stark ansteigen . . . . http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
700-Milliarden-Paket geschnürt
Die Rettung des maroden US-Finanzsystems kann beginnen: Das gigantische US-Rettungspaket zur Überwindung der Bankenkrise hat von den beiden großen Parteien in den USA grünes Licht bekommen. Sie haben sich grundsätzlich auf das Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der schweren Krise geeinigt. Das gab der demokratische Senator und Vorsitzende des Bankenausschusses Christopher Dodd am Abend in Washington bekannt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nun zügig handeln können.“
Führende Vertreter der Demokraten und der Republikaner hatten zuvor drei Stunden lang über ein 700-Milliarden-Dollar-Paket beraten, das von der US-Regierung vorbereitet wurde. Der republikanische Senator Bob Bennett erklärte: «Ich erwarte jetzt, dass wir in der Tat einen Plan haben werden, der vom Repräsentantenhaus und dem Senat verabschiedet und vom Präsidenten unterzeichnet wird.» Einzelheiten zu der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Mit dem Maßnahmenpaket sollen die Turbulenzen an der Wall Street und anderen Börsen rund um die Welt eingedämmt werden.
Die Aktienmärkte haben bereits im Tagesverlauf mit viel Optimismus auf die erwartete Entscheidung reagiert. Der Dax beendete den Donnerstaghandel mit einem Plus von zwei Prozent auf 6173 Punkte, der MDax für die mittelgroßen Werte stieg um 0,7 Prozent auf 7447 Zähler. Deutlich grüne Vorzeichen auch beim TecDax (plus 1,3 Prozent). Nur das Kleinwertesegment SDax zeigte einen leichten Hang zur Schwäche.
Noch stärker reagierten zwischenzeitlich die US-Börsen, gaben gegen Handelsschluss aber wieder etwas nach. Der Dow-Jones-Index für die großen US-Industriewerte legte letztlich um 1,8 Prozent auf 11.022 Punkte zu, der Nasdaq Composite buchte derzeit ein Plus von 1,4 Prozent auf 2187 Zähler.
Damit hatten die zahlreichen negativen Nachrichten des Tages keine Chance, sich nachhaltig belastend auf die Aktienmärkte auszuwirken. So ist der Auftragseingang langlebiger Güter im August 2008 unerwartet deutlich gesunken. Auch die Situation am US-Arbeitsmarkt hat sich überraschend weiter verschlechtert. Eine Gewinnwarnung von General Electric bringt Aktien des Konzerns indes deutlich unter Druck. Auch für den Baustoffzulieferer Texas Industries liefen die Geschäfte im Auftaktquartal schlecht.
Warnung vor Rezession
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten sind bereits seit vergangener Nacht Chefsache. Hatten sich in den vergangenen Tagen US-Finanzminister Paulson und Notenbankchef Bernanke bemüht, dem US-Kongress den Rettungsplan der Regierung in Höhe von 700 Milliarden Dollar schmackhaft zu machen, so schaltete sich um drei Uhr deutscher Zeit US-Präsident Bush in die Debatte ein. Seine dramatische Botschaft: Wenn nicht alle Kräfte an einem Strang ziehen, dann drohe eine lange und schmerzhafte Rezession. Im US-Kongress zeichnet sich mittlerweile eine rasche Verabschiedung des Rettungspaketes ab.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück fand heute während einer Regierungserklärung im Bundestag deutliche Worte der Kritik an den USA. Er sprach von Versäumnissen im Hinblick auf die Finanzmarktkrise und davon, dass die „Welt nicht wieder so werden wird wie vor der Krise“.
Die Spitzenwerte im Dax sind Münchener Rück, Deutsche Telekom und MAN, die jeweils knapp fünf beziehungsweise vier Prozent zulegen. Laut Analysten der LBBW profitiert die Deutsche Börse stark von Zerschlagungsgerüchten. Die beiden Großaktionäre TCI und Atticus halten zusammen 19,3 Prozent der Stimmrechte. Einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge wollen sie den Vorstand zu einem Verkauf des Xetra-Geschäfts an die London Stock Exchange (LSE) bewegen. Experten halten die Zerschlagung für unwahrscheinlich.
also es gibt in den Charts (Allgemein)
keinen wirklich guten Ansatz den ich erkennen könnte:
EURO kurzfristig überhitzt, aber oberhalb der SMA 50 gesprungen, was einen weiteren Anstieg oder einen Fehlausbruch vermuten lässt. Nach Schnürung des Paketes ist der Euro aber eher long zu sehen, denn das sind immense Belastungen für den Dollar.
Öl sieht auch stark nach fallender Tendenz aus, Fehlausbruch über die EMA 50 ist möglich. Betrachtet man die angebliche Knappheit ist es steigend, die anlaufende Rezession, dann eher fallend....
Aktien:
DAX kann steigen bis knapp an die 6400 und ist sicher eher long denn short, da an der EMA 50 sollte man wieder nachdenken...
DOW gilt das gleiche bis 11250...an die EMA 50 ran, Tagesvola..
NDX COMP bis 2300 und NDX 100 kann is an die 1820 laufen.,..
Der S+P500 kann genau an die 1250 laufen, bei 1275 wird es spätestens spannend,also auch hier alles an einem Tag drin... nicht wirklich gut.
IFX unter die EMA 50 gesackt und sieht nicht gut aus,hier warte ich auf die 4,80 für neue Positionen... Sb bei 6.50 http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
DTE könnte über die EMA 50 ausbrechen und sieht auch für einen Anstieg gut aus, könnte im richtigen Umfeld bis 11.80 laufenhttp://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/wink.png
DAI sieht nach einem Ausbruch über die 40 aus und hat auch Substanz um drüber zu gehen....hat sich gut gehalten, was an den Daten der US Bauer liegen mag...http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png
VW sieht eher klar short aus und hier gibts ja auch mittlerweile wieder OS die akzeptabel wären, wobei die Aktie ist für mich die SAU des Marktes. Porsche muss sie obenhalten, damit die Werte in der Bilanz gut aussehen, wer will dagegen gehen ist die Frage...http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/frown.png
Az könnte schön an die EMA 50 laufen, und es sieht auch danach aus, leigt bei 112... sind also ein paar Prozente drin. Mürü sieht bésser aus und hier könnte man eher long gehen, zumal die Bewertung deutlich besser ausschaut.
MAN könnte bis 60 laufen, die Aktie hat mitunter am meisten an Wert verloren, sicherlich eine interessante Position.
Thy Krupp sollte man im Auge haben, die Aktie ist ebenflass stark abgestraft und baut sich für eine Reaktion nach oben aus.
Soweit so gut, wobei das alles eine Chartbetrachtung nach Indikatoren ist, die Wirtschaft sieht da kritischer aus.
Die Rettung der USA .... zu spät? (Allgemein)
Suspekt (http://www.charttec-server.de/aktienforum/index.php?mode=user&show_user=19), Donnerstag, 25. September 2008, 15:06
·Die Demokraten signalisieren, dass zumindest intern - also zwischen Kongress und Senats-Demokraten ein Kompress für das Rettungspaket gefunden wurde.
· Die Republikaner sind noch nicht so weit.
Morgen wird eine Delegation aus Demokraten und Republikanern eine gemeinsame Linie verhandeln. Zentral ist die Frage, in welchem Umfang Vorstandsgehälter zukünftig gesetzlich reguliert werden sollen und in welcher Höhe der Staat am Eigenkapital jener Unternehmen beteiligt wird, die staatliche Hilfe in Anspruch nehmen (im Fachjargon „volkseigene Betriebe“).
·Die Präsidentschaftskandidaten Obama und Mc Cain haben in einer gemeinsamen Erklärung die Parole ausgegeben, das Rettungspaket sei – egal in welcher Form – unverzichtbar.
·Der US Präsident hat die Nation in einer Ansprache zum Rettungspaket adressiert – man zahle die $700 Mrd um eine schwere und schmerzliche Rezession zu vermeiden.
·In Hongkong gibt es seit heute morgen den ersten „run“ auf eine Bank. Der Baltic Dry Index kollabiert (Nachfrage für Transport-Schiffe / (Angst: Rezession). Gold notiert schwächer bei $888, Öl notiert bei $105 und der Dollar notiert gegen den EUR bei 1,4735, nachdem eine chinesische Zeitung meldet, das die Regierung alle Banken angewiesen hat, bei Ausleihungen an US-Banken vorsichtig zu sein – was offiziell natürlich dementiert wurde.
·Der Ted-Spread – die Differenz zwischen 3 Monats Treasury Bills und 3 Monats LIBOR ist auf 314 bps explodiert – normal sind 50 bps. Der Spread zwischen 2 Jahres Staatsanleihen und 2 Jahres Swaps ( zu dem Banken sich refinanzieren) ist auf unglaubliche 180 bps explodiert, Credit Default Swaps für US-Treasuries – also Staatsanleihen - notieren bei 29 bps.
·Die Analysten bei Deutsche-Bank-Research warnen, das $700 Mrd schwere Paket sei zu klein und komme vermutlich zu spät, denn die Entwicklung der Spreads an den Finanzmärkten signalisiere bereits Alarmstufe blut-rot ! !
· InvestmentFonds- Pimco (AllianzGruppe) warnt, wenn das $700 Mrd Paket nicht sehr schnell verabschiedet wird und die Kreditmärkte gelähmt bleiben, werden Teile des Finanz-Systems bereits in Kürze kollabieren.
· Die kombinierten Schäden aus den Wirbelstürmen Ike und Gustav stellen mit insgesamt $ 42 Mrd Schadenssumme als das drittschwerste in der Geschichte. Die Folgen: die Konjunkturdaten für September werden dadurch u.U. signifikant schwächer ausfallen (Produktionsausfall), der Wideraufbau wird danach für entsprechend hohes Wachstum sorgen . .
PS: es gibt eine gute Nachricht: In China sind die Aktienkurse um 5% gestiegen.
http://www.charttec-server.de/aktienforum/images/smilies/biggrin.png:eek: