Der Aktienfonds DWS Top Dividende kommt verhältnismäßig gut durch Krisen. Ohne eine Rezession könnte es so weitergehen.
Renditen von sechs bis acht Prozent bei soliden Adressen sind keine Seltenheit. Mit deutschen Staatsanleihen sind solche Werte zwar nicht zu erzielen, doch Blue Chips wie Eon,
Deutsche Telekom und
RWE kommen angesichts niedriger Kurse mit ihrer Dividendenrendite in solche Regionen. Wer das nutzen möchte, um in Aktien zu investieren, dem könnte der Einstieg in einen globalen Dividendenfonds gute Aussichten bieten. Beliebt unter diesen ist der DWS Top Dividende.
Als im August die Aktienmärkte einbrachen, rutschte zwar auch der DWS Top Dividende ab, doch er verlor nur rund fünf Prozent – weniger als Konkurrenzprodukte. Das galt auch 2010, als der Fonds der Markterholung zwar zunächst hinterherhinkte: „Trotzdem gehörte er noch zur oberen Hälfte der Kategorie und schnitt besser als die meisten globalen Dividendenfonds ab“, so Simon Nöth, Analyst bei der Fondsratingagentur Morningstar.
Im Vergleich zu anderen Dividendenfonds ist der DWS Top Dividende relativ defensiv aufgestellt. Der Fonds setzt auf Unternehmen, die in der Vergangenheit stabile Cashflows hatten. Er verfolgt eine durchschnittliche Dividendenrendite zwischen vier und viereinhalb Prozent. Der Anteil einer Aktie am Fonds überschreitet zudem nie drei Prozent. Das soll das Risiko bei negativen Überraschungen am Markt mindern. Im Portfolio liegen viele Konsumgüteraktien wie
Nestlé und
Unilever sowie Telekom-, Energie- und Versorgeraktien. Produkte dieser Unternehmen – wie Waschmittel und Schokolade – werden auch in Krisenzeiten nachgefragt.
Fondsmanager Thomas Schüssler setzt auf weltweite Streuung der Titel und ist aktuell überwiegend in Europa engagiert. Er sieht auch – trotz der Euro-Schuldenkrise – keinen Grund, mehr als die bereits vorhandenen 30 Prozent des Portfolios in US-Werte zu stecken. Europäische Aktien würde Schüssler jetzt weiter kaufen als verkaufen, weil die Kurse niedrig seien.
Während bei manch anderem Aktienfonds 100 Prozent der Aktien über ein Jahr ausgetauscht werden, ist die Umschlaghäufigkeit beim DWS Top Dividende niedrig. Im vergangenen Jahr hat Schüssler nur 18 Prozent der Titel umgeschichtet. „Bei den Dividendenfonds haben wir eine Durch-dick-und-dünn-Strategie: Wir halten Titel auch, wenn es mal nicht so läuft“, sagt der DWS-Fondsmanager. Auch die Bilanz der vergangenen Jahre sieht positiv aus: Seit der DWS Top Dividende 2003 aufgelegt wurde, hatte er eine durchschnittliche jährliche Wertentwicklung von über zehn Prozent.
Für Anleger, die damit rechnen, dass sich die derzeitige Rezessionsgefahr nicht langfristig manifestieren wird, ist der Fonds durchaus interessant. Der Fondsmanager erwartet bei Ausschüttungen 2012 keine Einschnitte wie nach der Finanzkrise 2008/09. Kommt es zu einer weiteren Eintrübung der Wirtschaft, könnte sich das auf Dauer auch auf die Dividendenzahlungen auswirken.
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Risiko: Hoch
WKN: 984811
Volumen: 5543 Mio.€
Kurs: 73,97
Ausgabeaufschlag: 5,00%
Gebühr: 1,45%
Performance 1 J.: –1,1%
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