Der Rohstofffonds BGF World Mining lief zuletzt der Konkurrenz hinterher. 2011 soll wieder ein gutes Jahr werden.
Sie ist jetzt auch offiziell die neue Frau an der Seite von Blackrock-Fondsmanager Evy Hambro: Catherine Raw avancierte kürzlich zur Co-Managerin des BGF World Mining Fund. Durch Bergbau- und Rohstoffanalysen unterstützt sie das Team bereits seit 2003. Und gemeinsam müssen sie den Fonds wieder auf Erfolg trimmen.
Die Manager sind überzeugt, dass 2011 ein gutes Jahr wird. Eine robuste Nachfrage aus Schwellen- und jetzt auch den Industrieländern stützt den Sektor: Das zweite Jahr in Folge weiten die Minen ihre Produktion aus, neue Konkurrenz ist vor 2015 nicht in Sicht. Hohe Rohstoffpreise bescheren den Minenunternehmen zudem ein Plus beim freien Cashflow. Hinzu kommt eine wachsende Übernahmeaktivität, die sich bereits 2010 zeigte und sich in diesem Jahr fortsetzt. „Zudem reinvestieren die Unternehmen ihre freien Mittel in Wachstumschancen oder geben es den Investoren über Dividenden und Aktienrückkaufprogramme zurück“, so Hambro. Davon profitiert auch sein Portfolio.
Das Umfeld stimmt also. Denn der BGF World Mining investiert weltweit mindestens zu 70 Prozent in Aktien der Bergbau- und Metallunternehmen, die sich auf die Förderung von Basismetallen und Industriemineralien sowie Edelmetallen konzentrieren. Entscheidend für eine Anlageentscheidung sind die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Unternehmensbewertung. Wesentlicher Bestandteil der Managertätigkeit ist der persönliche Besuch bei den Unternehmen. Die größten Positionen des Fonds teilen sich die üblichen Verdächtigen des Minensektors:
Rio Tinto (zehn Prozent) und
BHP Billiton (neun Prozent). Der weniger bekannte, kanadische Minenbetreiber Teck Resources kommt auf etwas mehr als sechs Prozent.
Der BGF World Mining zählt zu den ewigen Bestsellern. Seit 1997 am Markt, erreicht sein Fondsvolumen aktuell 12 Mrd. Euro. „Zu viel“, merken einzelne Analysten an. Hambro sieht das anders: „Die maximale Größe darf fünf Prozent vom 1500 Mrd. Dollar großen Anlageuniversum betragen. Davon sind wir weit entfernt.“
Die enttäuschende Performance lässt sich allerdings nicht wegdiskutieren. 2008 fand sich Hambro sogar unter den schlechtesten 25 Prozent der Vergleichsgruppe. Der Grund: Er hatte den Preisverfall bei Rohstoffen unterschätzt. 2009 fand der Fonds zu alter Stärke zurück. Doch in den vergangenen zwölf Monaten lief er trotz 20 Prozent Plus wieder der Konkurrenz hinterher.
Ratinggesellschaften beurteilen den Fonds unterschiedlich. Während Morningstar am Toprating festhält, stufte Standard & Poor’s den Fonds auf „AA“ zurück. Die unterdurchschnittliche Performance 2008 sowie die stärkere Verantwortung Hambros für die Rohstoffteamleitung von Blackrock stimmt die Analysten vorsichtig, ob er den Fonds wieder auf den alten Erfolgskurs bringen kann. Und die jährliche Managementgebühr ist mit mehr als zwei Prozent teurer als sie sein müsste.
Beobachten
Risiko: Hoch
WKN: A0BMar
Kurs: 58,49€
Gebühr (TER) p.a.: 2,09%
Fondsvolumen: 12,1 Mrd.€
Ausgabeaufschlag: 5,0%
Perf. 1 Jahr: 19,6%
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