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Etfs

ETCS Deutsche Bank legt Rohstoffprodukte auf

[10:13, 09.03.10]


Das Großinstitut steigt in den boomenden Markt mit börsengehandelten Rohstoffen (ETCs) ein. Die Bank listet diese Woche erstmals Produkte auf dem Frankfurter Parkett.


Zunächst seien vier Exchange Traded Commodities (ETCs) über die Frankfurter Börse erhältlich, teilte das Institut mit. „Diese vier Produkte sind nur der Anfang, denn für uns sollen ETCs ein Massengeschäft werden“, sagte Thorsten Michalik, der das ETC- und ETF-Geschäft der  Deutschen Bank leitet, der Nachrichtenagentur Reuters. „Ende 2010 wollen wir 30 bis 50 ETCs auf dem Markt haben.“

Zwei der neuen ETCs der  Deutschen Bank bilden den Preis von Rohöl der Sorte Brent sowie einem Industriemetallkorb aus Aluminium, Kupfer und Zink ab. Die beiden anderen Produkte sind Short-ETCs auf Brent-Rohöl beziehungsweise Gold.

ETCs bilden die Wertentwicklung von einzelnen Rohstoffen ab und gelten daher als Inhaberschuldverschreibungen, ähnlich wie Zertifikate. Das Vermögen der Anleger ist daher bei ETCs im Gegensatz zu Exchange Traded Funds (ETFs) im Falle der Insolvenz des Emittenten nicht geschützt. Ein weiterer Unterschied zu Rohstoff-ETFs ist, dass ETCs die Wertentwicklung einzelner Grundgüter abbilden können. Dagegen dürfen sich ETFs auf dem deutschen Markt nur auf Körbe von mindestens sieben Rohstoffen beziehen. Anders als Zertifikate wiederum sind ETCs meist mit den physischen Rohstoffen unterlegt. Zudem gibt es mehrere Kurspfleger, während bei Zertifikaten nur der Emittent als sogenannter Market Maker agiert und An- und Verkaufskurse stellt.

Neue Anbieter stürmen den Markt

Der europäische ETC-Markt ist 2008 und 2009 rasant gewachsen. Immer mehr Anbieter drängen mit Produkten in das Segment der ETCs und Rohstoff-ETFs. Zuletzt hatte die französische  Credit Agricole ihre ETF-Palette um Grundgüterprodukte erweitert. Über ihre Vermögensverwaltungstochter Amundi hat sie vier Produkte aufgelegt, welche die Preisentwicklungen von Energierohstoffen, Edel- und Industriemetallen sowie landwirtschaftlichen Gütern abbilden. Bislang wird der Markt von den Anbietern ETF Securities und Source aus Großbritannien beherrscht.

Die  Deutsche Bank will sich von den Wettbewerbern abheben, indem sie alle Produkte neben Dollar-Varianten auch in Euro währungsgesichert anbietet. Bis zum Jahresende soll die ETC-Palette der  Deutschen Bank Produkte aus allen Rohstoffsektoren umfassen.


 

© 2010 Börse Online = Börse Online, © Illustration: Deutsche Bank

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