iShares zieht der Konkurrenz nach und bietet einen Geldmarkt-ETF. Dabei setzt man aber auf Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit. Das soll mehr Rendite und weniger Volatilität bringen.
Nachahmer-Produkte haben es bekanntlich immer schwer, wenn das Original schon seit längerem auf dem Markt ist und ordentlich Kunden eingesammelt hat. Also musste sich
Barclays Global Investors (BGI) Deutschland mit seiner Marke iShares schon etwas einfallen lassen, um den Produkten der
Deutschen Bank und von Lyxor Asset Management Paroli zu bieten. Herausgekommen ist nun der iShares eb.rexx Money Market (DE), mit dem Anleger von der Wertentwicklung kurzlaufender deutscher Staatsanleihen profitieren (WKN: A0Q4RZ).
Die Konkurrenz setzt auf den EONIA. Die Abkürzung steht für Euro Over Night Index Average und bildet den Tagesgeldzinssatz für den Euro ab. Der eb.rexx Money Market ist dagegen ein Rentenindex der
Deutschen Börse. In ihm sind Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen einem Monat und einem Jahr sowie mit einem Volumen von mindestens vier Milliarden Euro enthalten. Durch das höchste Rating für deutsche Staatsanleihen ist hohe Sicherheit gewährleistet. ABS-Papiere, die ja in vielen aktiven Geldmarktfonds hineingenommen wurden und für hohe Verluste sorgten, sind ausgeschlossen.
Der Fonds ist als „geldmarktnah“ eingestuft, da fragt sich sofort: „Wie nah?“ In der Rückrechnung wird die Bewegung des Geldmarktes sehr genau mit vollzogen und bieten darüber hinaus noch zwei Vorteile: Die Volatilität ist geringer als die des EONIA-Satzes. Außerdem ist die Rendite leicht höher. Nach Angaben von iShares bietet der eb.rexx zurzeit eine durchschnittliche Effektivverzinsung von 4,42 Prozent, während der EONIA bei 4,38 Prozent liegt. Bei der Management-Gebühr liegt man mit 0,12 Prozent etwas niedriger als die EONIA-Produkte mit 0,15 Prozent.
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