Die ETF-Tochter der
Commerzbank ComStage listet 22 neue Fonds. Fünf MSCI-Indizes davon sind erstmals in Europa handelbar. Sie locken alle mit Vorteilen im Hinblick auf die Abgeltungssteuer.
50 Fonds in drei Monaten – kein schlechtes Ergebnis für die noch junge ETF-Tochter der
Commerzbank ComStage. Nachdem der erste Schub von 28 Fonds klar auf Privatanleger zielte, zeigen die neuen 22 Produkte, dass man mit vielen MSCI-Indizes nun stärker die institutionellen Investoren ins Visier nimmt. Zwei Faktoren bleiben jedoch gleich: Erstens sind alle neue Fonds weiterhin Total-Return-ETFs, bei denen zur Indexnachbildung Swaps eingesetzt werden. Damit bieten sie in den letzten Tagen des Jahres einen besonderen Steuervorteil.
Wer jetzt noch kauft, kann Kursgewinne und rechnerische Dividenden nach der Altfallregelung nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei realisieren. Zweitens liegt die ComStage bei den Managementgebühren wieder in der Regel so um die fünf Basispunkte unter den Konkurrenzangeboten. Das dürfte zwar für institutionelle Anleger kaum allein ein Entscheidungskriterium sein, sieht aber in den Statistiken gut aus.
Das Gros von 17 Fonds bezieht sich auf MSCI Indizes (Details finden Sie in der Tabelle). Fünf davon sind in Europa zum ersten Mal handelbar. Darunter befindet sich unter anderem der MSCI Russia 30 % Capped. Das Gewicht der russischen Firmen wird damit auf einen Anteil von 30 Prozent begrenzt, was wegen der Übermacht von Grazprom & Co sinnvoll erscheint. Einen ETF mit einer ähnlichen Begrenzung bietet allerdings auch db x-trackers. Der MSCI Pacific bildet die Wertentwicklung von Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur ab. Der MSCI Pacific ex Japan TRN berücksichtigt die gleichen Märkte ohne Japan. Neu sind die ETFs auf Mid und Small Caps in den USA. Die Anzahl der an der
Deutschen Börse gelisteten ETFs erhöht sich nun auf 399.
Weiterhin gilt bis zum Jahresende die bereits laufende Free-Trade-Aktion. Bei den Onlinebrokern
comdirect, CortalConsors, DAB-Bank, S-Broker und Flatex sowie der direktanlage.at können die Produkte ohne An- und Verkaufsgebühren gehandelt werden.
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