Die
UBS ordnet ihre Indexwelt neu. Referenz werden breite MSCI-Indizes. Der Handel mehrerer Fonds wird für zehn Tage ausgesetzt. Anleger, die flexibel bleiben wollen, sollten vorher verkaufen.
Im Geschäft mit Indexfonds hat die
UBS in Deutschland nie eine große Rolle gespielt. Das lag zum Teil daran, dass die Schweizer wenig gängige Indizes als Referenz gewählt hatte, vor allem die Titans-Familie von Dow Jones. Außerdem sind diese Fonds mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,50 Prozent eher im teuren Bereich. So erreichen die acht in Deutschland gelistet UBS-Fonds gerade mal ein Volumen von 600 Millionen Euro. Da liegt nahe mit einem Wechsel den Anschluss zu versuchen. Die neuen MSCI Indizes sind generell breiter ausgerichtet als bisher.
Betroffen sind die Anlageregionen Europa, USA und Japan.
1) Der UBS-ETF DJ US Technology (WKN: 794360), UBS-ETF DJ US Large Cap (WKN: 794359) und UBS-ETF DJ Industrial Average (WKN: 794358) werden zum UBS-ETF MSCI USA zusammengelegt.
2) Aus dem UBS-ETF DJ Germany Titans 30 (WKN: 633611) wird der UBS-ETF MSCI EMU, also ein Fonds für die Eurozone.
3) Der UBS-ETF DJ Japan Titans 100 (WKN: 794361) wird in den UBS-ETF MSCI Japan überführt.
Die Managementgebühren werden zum Teil gesenkt. So kostet der neue USA-Fonds nur noch 0,30 Prozent nach früher bis zu 0,60 Prozent. Der neue Europa MSCI bleibt wie der Germany Titans jedoch bei 0,50 Prozent und damit im Bereich vergleichbarer Konkurrenzprodukte. Bei den Fonds auf den Euro Stoxx und den FTSE 100 für Großbritannien ändert sich nichts.
Anleger müssen beachten, dass die alten Fonds vom 14. bis zum 24. April vom Handel ausgesetzt werden. Der 25. April ist dann als erster Handelstag für die neuen Fonds vorgesehen. Die entsprechenden Umtauschverhältnisse wird die
UBS noch bekanntgeben. Wer in dieser Zeit flexibel bleiben will, sollte erwägen, ob er nicht vorher verkauft.
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