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Exchange Traded Funds Anbieter von Indexfonds verschwinden

[11:09, 09.12.09]


Experten der Finanzbranche erwarten in den nächsten drei Jahren eine Marktbereinigung. Den kleinen Anbietern fällt es zunehmend schwer, sich gegen ihre großen Konkurrenten durchzusetzen.


 

Die Anbieter von börsengehandelten Indexfonds erwarten in naher Zukunft eine Marktbereinigung. "Ich rechne damit in den nächsten zwei bis drei Jahren", sagt Dirk Klee, Chef des Indexfondsanbieters iShares in Deutschland. Die Konsolidierung werde vor allem diejenigen Anbieter treffen, die eine breite Produktpalette anbieten und sich kaum spezialisiert hätten.

Die sogenannten Exchange-Traded Funds (ETF) bilden einen Index nahezu eins zu eins ab und sind deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds. In der Vergangenheit verbuchte die Branche ein hohes Wachstum. Das verwaltete Vermögen der europäischen ETFs stieg von 5,7 Milliarden Dollar im Jahr 2000 auf rund 200 Milliarden Dollar im dritten Quartal dieses Jahres. In Europa dominieren drei Anbieter das Geschäft. Dazu zählen iShares, die Deutsche-Bank-Tochter DB X-Trackers sowie Lyxor, der zur  Société Générale gehört. Sie kommen auf einen Marktanteil von rund 72 Prozent. Der Rest verteilt sich auf rund zehn Emittenten.

Unterschied nur bei Preis und Qualität

Den Kleinen fällt es zunehmend schwer, im umkämpften Markt Fuß zu fassen. "Es gibt nicht mehr wirklich viele neue Ideen auf der Produktseite", sagt Klee. Mittlerweile seien alle wichtigen Anlegerwünsche abgedeckt. Zwar rechnen Experten in den nächsten Jahren mit weiterem Wachstum, die einfache Konstruktion der ETFs macht es den Kleinen jedoch schwer, sich von den etablierten Wettbewerbern abzusetzen. Unterschiede gibt es nur im Preis und bei der Qualität, wie gut ein Index repliziert wird.

Einige Emittenten suchen daher den Erfolg mit Fonds auf Strategieindizes oder exotischen Länderindizes. Doch nicht immer sind passive Produkte die bessere Wahl. "ETFs für Schwellenländer finde ich nicht sinnvoll", sagt Markus Nöth, Professor an der Universität Mannheim. Dort sei aktives Management besser.


 

© 2009 ftd, © Illustration: boerse-online.de

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