EONIA steht für Euro Over Night Index Average und bildet den Tagesgeldzinssatz für den Euro ab. Der EONIA total Return Index spiegelt eine täglich rollierende Einlage zum EONIA-Satz wider. Dieser gilt neben dem Euribor als einer der wichtigsten Geldmarktsätze. Der neue EONIA-EFT (siehe Tabelle) ist das erste passive Geldmarktprodukt am Deutschen Markt. Im Unterschied zu den meisten aktiven Konkurrenzprodukten ist er eine reine Geldmarktinvestition. Viele aktive Fonds nehmen auch andere Produkte wie zum Beispiel Asset Backed Securities ins Portfolio und können so oft etwas besser als der reine Geldmarkt abschneiden.
Ob der neue EONIA-ETF gegen die aktive Konkurrenz besteht, muss sich noch zeigen. Denn er ist vergleichweise teuer. Für eine Managementgebühr von 0,15 Prozent gibt es bereits aktive Produkte. Überdies werden diese in der Regel auch ohne Ausgabeaufschlag verkauft.
Die weiteren Renten-ETFs der
Deutschen Bank, die sich auf Indizes von IBOXX beziehen, decken das übliche Spektrum von Laufzeiten ab. Dazu gibt es dann zwei inflationsindexierte Produkte. Eines bezieht sich Staatsanleihen der Eurozone, eines auf globale Staatsanleihen. Letzteres gab es bisher ebenfalls noch nicht. Insgesamt hat damit die
Deutsche Bank 24 ETFs im Angebot. Weitere sollen folgen, damit bis Ende Juli 50 Produkte gelistet sind. Durch die neuen Produkte erhöht sich die Zahl der ETFs auf der XTF-Plattform der
Deutschen Börse auf 223.
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