Erst waren es die Standardindizes, jetzt heißt das Zauberwort bei den Anbietern von Exchange Traded Funds (ETFs): Alternative Investments. Rohstoffe, Infrastruktur, Wasser, Private Equity und neuerdings auch Klimawandel sollen zu Rennern werden. BGI –
Barclays Global Investors, der weltweit größte Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs) – wartet in Deutschland unter der Markte iShares mit einem ETF zum Thema „saubere Energie“ auf. Referenzindex ist der S&P Global Clean Energy, in dem die Aktien der 30 größten börsennotierten Aktien aus diesem Sektor weltweit enthalten sind. Aus Deutschland sind natürlich die Stars der Branche wie
Solarworld mit einem Anteil von 6,2 Prozent und
Q-Cells mit 7,8 Prozent dabei.
Der Fonds (WKN: A0M5X1) weist eine Gesamtkostenquote von 0,65 Prozent pro Jahr aus und liegt damit im üblichen Bereich für Spezialindizes. Der ETF schüttet aus, Dividendentermine sind im Mai und November.
Ein weiterer ETF auf dem deutschen Markt ist der iShares MSCI Europe, der 16 europäische Märkte abbildet (WKN: A0M5X2). Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,35 Prozent. Dieser Fonds schüttet viermal im Jahr Dividende aus.
Zu diesem Produkt gibt es jedoch bereits Alternativen am deutschen Markt. Der ETF von Lyxor Asset Management entspricht dem iShares-Fonds. Der db x-tracker von der
Deutschen Bank (WKN: DBX1ME) ist bereits für eine Managementgebühr von 0,30 Prozent zu erhalten. Außerdem bezieht sich dieses Produkt auf die Variante als Performance-Index. Die Dividenden werden nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert. Da die
Deutsche Bank die Nachbildung des Index weitgehend mit Swaps, also Derivaten, vornimmt, kommt der Anleger nach einer Haltefrist von einem Jahr zurzeit noch steuerfrei in den Genuss der einberechneten Dividenden. Auch für die Zeit ab 2009, die Zeit der Abgeltungssteuer, bietet diese Variante Vorteile. Wer einen solche Konstruktion noch vor dem Stichtag Ende 2008 kauft, kann die Kursgewinne inklusive der Dividenden nach einem Jahr Haltefrist auch später noch steuerfrei kassieren. Im Unterschied zu klassischen thesaurierenden Fonds werden die einberechneten Dividenden nicht jedes Jahr mit der Abgeltungssteuer belegt.
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