Invesco Powershare, einer der großen ETF-Spieler in den USA, drängt auf den deutschen Markt. Markenzeichen sollen „intelligente“ Indexfonds werden. Doch wie viel Klugheit steckt in den Produkten? Und sind sie klüger als die Konkurrenz?
Bruce Bond, President der Invesco PowerShares, gibt sich selbstbewusst: „Wir haben mehr intelligente ETFs als jede andere Fondsgesellschaften“, verkündet er zum Markteintritt in Deutschland. In der Tat ist Powershares mit 95 gelisteten Produkten einer der großen Spieler in den USA. Darunter ist auch der bekannte Nasdaq Qube, der einer der liquidesten und größten Exchange Trades Funds (ETFs) der Welt ist. In Europa wurde er 2005 als Nasdaq 100 European Tracker eingeführt und auch an der
Deutschen Börse notiert. Im Mai 2006 hat PowerShares das Geschäft von der Nasdaq übernommen. So wurde mit einiger Verzögerung der Nadaq Tracker in Deutschland in PowerShares EQQQ Fund umbenannt. Auch PowerShares, 2002 als Spezialist für ETFs gegründet, wurde im Herbst übernommen, von Invesco, eine der größten Fondsgesellschaft weltweit.
Das Attribut „intelligent“ bezieht sich auch nicht auf den Nasdaq-ETF, denn der Nasdaq-100-Index gilt eher als „dumm“, ein üblicher nach Marktkapitalisierung gewichteter Index. Die Probleme solcher Marktbarometer sind bekannt. In einem Boom werden bereits teure Titel immer stärker berücksichtigt, günstige Titel fallen immer mehr zurück. Folglich konzentriert sich das Risiko auf immer weniger Einzelwerte. Negativ wirkt das in der Abwärtsbewegung: Der Index korrigiert stärker als erwartet. Indexanbieter versuchen die Folgen zu begrenzen, indem sie für die Gewichte einzelner Aktien Höchstgrenzen vorschreiben. Diese Nachteile wollen sogenannte intelligente oder auch „enhanced“ Indizes vermeiden. Die Gewichtung wird geschickt so verändert, dass eine Outperformance gegenüber traditionellen Barometern erreicht wird.
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