Vor vier Wochen noch lag der Konsens für das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Euroland bei minus 0,6 Prozent für 2009, nun wird für Deutschland ein Rückgang von 1,0 Prozent erwartet, für Euroland ein Minus von 0,9 Prozent. 2010 soll das Bruttoinlandsprodukt laut den Experten dann wieder leicht zulegen.
Gleichzeitig sehen die Ökonomen geringere Inflationsgefahren. In Deutschland soll der Anstieg
der Verbraucherpreise in einem Jahr bei 1,5 Prozent liegen, in Euroland bei 1,8 Prozent. Damit
würde das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) erreicht. Die Notenbank spricht
bei einer Rate von maximal zwei Prozent von Preisstabilität.
Von der Ausgabe von Konsumgutscheinen zur Bekämpfung der Rezession hält die Mehrheit
der Ökonomen wenig bezeihungsweise gar nichts. Klaus Schrüfer von der SEB Bank sagte
gegenüber Börse Online’: „Die Wirkung dürfte wie ein Strohfeuer rasch verpuffen. Zudem
wird ein Teil davon gespart.“ Die meisten Fachleute empfehlen stattdessen Steuer- und
Abgabensenkungen.
BÖRSE ONLINE befragt 31 Chefvolkswirte der Banken alle vier Wochen zur Konjunktur- und
Preisentwicklung.
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