„Dieser einseitige Fokus ist ein Fehler“, schreibt Brett Diment, leitender Investmentmanager für Schwellenländer bei Aberdeen, in einem gestern veröffentlichten Marktkommentar. „Nachdem Brasilien in den letzten Jahren wirtschaftlich die Nase vorn hatte, könnten jetzt interessantere Anlagechancen in anderen Ländern Lateinamerikas warten.“
Früher habe die Region vor allem für schwache Regierungen, Hyperinflation und die Abhängigkeit von Rohstoffen und den USA gestanden. „All dies hat sich geändert“, betont Diment. Viele Regierungen hätten in den vergangenen zehn Jahren ihre Haushalte ins
Gleichgewicht und die Inflation unter Kontrolle gebracht. Auch viele Konzerne hätten ihre Schulden gesenkt und die Rendite gesteigert. „Die Dividenden in Lateinamerika sind zuletzt
schneller gestiegen als in vielen anderen Schwellenmärkten und in den Industrieländern“,
so Diment.
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