Die Fondsgesellschaften haben mehrere Anleihenfonds mit unterschiedlicher Ausrichtung auf den Markt gebracht. Neben einem Paket von sechs neuen Renten-ETFs für Staatsanleihen der Euro-Zone von ETFlab kam auch ein exotischer Asien-Bond-Fonds von Schroders auf den deutschen Markt.
Exchange Traded Funds (ETFS) waren in den vergangenen Monaten sehr gefragt. Besonders beliebt sind angesichts volatiler Aktienmärkte Geldmarkt- und Renten-ETFs. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr viele aktive Rentenmanager ihren Benchmark verfehlt hatten, weil in den Fonds der Anteil der Staatsanleihen in vielen Fällen nur niedrig war. Doch gerade Bundesanleihen und mit einem gewissen Abstand auch die Titel anderer solider Euro-Staaten hatten sich am besten entwickelt.
Der Spezialist der Sparkassenfondsgesellschaft Deka für börsengehandelte Indexfonds, die ETFlab Investment GmbH, hat als Antwort auf die Turbulenzen an der Börse sein Angebot um sechs Renten-ETFs auf Staatsanleihen der Euro-Mitgliedsstaaten erweitert. „Wir haben in der massiven Verunsicherung der Investoren an den Finanzmärkten deutlich gesehen, dass Staatsanleihen der Euro-Teilnehmerstaaten als sicherer Hafen an Bedeutung weiter gewonnen haben“, sagt Andreas Fehrenbach, Geschäftsführer der ETFlab. Sein Haus investiert bei den ETFs in die originalen Staatsanleihen der Euro-Staaten. Die sechs neuen ETFs bilden Indizes von Euro-Staatsanleihen ab. Die unterschiedlichen Laufzeitbänder dieser Indizes ermöglichen den Investoren flexible Gestaltungsfreiheit für den Anleger.
Die ETFs bilden die „iBoxx € Liquid Sovereign Diversified“-Indizes mit verschiedenen Laufzeiten ab. Die Indizes setzen sich aus jeweils 25 Anleihen zusammen, wobei maximal vier Anleihen pro Land berücksichtigt werden. Dabei wird vierteljährlich geprüft und die Zusammensetzung angepasst. Die maximale Gewichtung in Anleihen eines Euro-Landes wird auf höchsten 20 Prozent festgesetzt. „Wir gewähren eine breite Diversifizierung in den ETFs“, sagt Fehrenbach. Zinsen werden als ordentliche Erträge bis zu viermal jährlich an die Anleger ausgeschüttet. Die Kosten liegen mit einer Managementgebühr von 0,15 Prozent deutlich niedriger als bei aktiven Fonds.
Chancen bei Asien-Bonds suchen
Ein Alternativprogramm zu soliden Euro-Staatsanleihen ist der aktive gemanagte Fonds für Anleihen in lokalen asiatischen Währungen, den die britische Gesellschaft Schroders jetzt in Deutschland auf den Markt gebracht hat. Der Schroder Asian Local Currency Bond „ist eine gute Ergänzung unserer Anleihenexpertise und Rentenproduktplalette”, sagt Achim Küssner, Deutschland-Chef von Schroders. Anleger können damit an der Entwicklung der asiatischen Anleihenmärkte und der dortigen Zinsentwicklung teilhaben. Schuldtitel in lokalen asiatischen Währungen bieten nach Einschätzung der Gesellschaft überdurchschnittliche Chancen, weil die Märkte noch relativ unentwickelt und klein. „Auf einer risikoadjustierten Basis war ihre Wertentwicklung in den vergangenen Jahren bereits besser als die anderer traditioneller Rentenanlagen“, schreibt Schroders und sieht für diese Anlageklasse auch künftig weiter steigende Attraktivität.
Diesen Artikel bookmarken bei...