Die Fondsgesellschaft der Volksbanken bleibt unangefochten Marktführer beim Geschäft mit den Riesterfonds. Die Union Investment meldet 2007 rund 480.000 neue Abschlüsse und damit vier Mal mehr Neuverträge als die DWS. Die Tochter der
Deutschen Bank wiederum konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich aufholen.
Die Nachfrage nach Lösungen zur privaten Altersvorsorge wie der Riesterrente blieb auch im abgelaufenen Jahr hoch. Besonders junge Anleger interessieren sich verstärkt für die Riester-Vorsorge auf Fondsbasis, haben die Experten der Anlagegesellschaft Union Investment festgestellt. Bezogen auf das Alter beim Vertragsabschluss verzeichne die Gruppe der unter 30-jährigen die größte Steigerungsrate.
Die Fondsgesellschaft der Volksbanken hat 2007 knapp 480.000 Verträge der UniProfiRente abgeschlossen und bleibt damit unangefochten Marktführer. Der Bestand überschritt die Marke von 1,5 Millionen Verträgen. Die DWS berichtet von rund 410.000 neuen Riesterverträgen, bei denen sie die Kapitalanlage managt. Die Tochter der
Deutschen Bank gehört „im Jahr 2007 zur den erfolgreichsten Gesellschaften im Markt für Riesterprodukte“, heißt es in einer Mitteilung. Bei der DWS werden Riesterpolicen im Versicherungsmantel mitgezählt; bei den reinen Fondslösungen liegt die Zahl der Neuabschlüsse bei gut 100.000 Verträgen.
DWS wächst bei Riesterpolicen
Der Zuwachs beim Neugeschäft mit Riester-Fondsverträgen verläuft allerdings weniger dynamisch als in den Jahren zuvor. Die Union Investment konnte 2006 noch 590.000 neue Kunden gewinnen, ein Niveau, dass im vergangenen Jahr nicht mehr erreicht wurde. Die DWS startete 2007 dagegen mit vergleichsweise niedrigeren Zahlen und schaffte somit im vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung. Das Haus arbeitet im Ristergeschäft eng mit Versicherungen wie Zürich zusammen, die 75 Prozent der neuen Verträge ausmachen.
Vor gut einem Jahr hatte Stephan Kunze, Leiter der DWS in Europa, noch gesagt: „Als Marktführer in Deutschland haben wir auch den Anspruch, die führende Fondsgesellschaft in der Altersvorsorge zu werden.“ Man begnüge sich dabei nicht mit dem Absatz als führender Zulieferer für fondsgebundene Versicherungen. Doch genau diese Produkte machen rund drei Viertel des Riester-Geschäfts aus.
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