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Axa-Studie Deutsche wollen mehr in nachhaltige Fonds investieren

[12:37, 25.01.12]


Umwelt, Soziales, verantwortungsbewusste Unternehmensführung – diese Themen werden für deutsche Anleger immer wichtiger. Doch zeigen sie auch große Wissenslücken.


AXA, Versicherungskonzern

 AXA, Versicherungskonzern

Für 56 Prozent der deutschen Anleger spielt Nachhaltigkeit eine Rolle bei der Anlageentscheidung. Doch den guten Absichten der Deutschen steht ein Mangel an Wissen gegenüber: Ein Drittel würde gerne nachhaltig investieren, kennt aber keine geeigneten Produkte. Das zeigt eine Studie von  Axa Investment Managers. Die Vermögensverwalter untersuchten zum siebten Mal zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest das Wissen von Deutschen, Österreichern und Schweizern über Fonds.

Die Tendenz ist positiv: Die Befragten aus Deutschland wussten in diesem Jahr mehr über Fonds als in den drei Jahren davor. Auch gegenüber Österreichern und der Schweizern waren die hiesigen Teilnehmer deutlich besser im Bilde. Doch es gibt noch Luft nach oben: Von 100 möglichen Punkten, die die Studie für Fondswissen vergibt, erreichten die deutschen Befragten im Durchschnitt nur 48. Dazu passt ein zentrales Ergebnis der Umfrage: Die Bundesbürger wünschen sich mehr Informationen zur Geldanlage, insbesondere in Schulen und anderen Ausbildungsstätten.

Bei nachhaltigen Investments wird deutlich, dass die Informationslage ausbaufähig ist: Zwar geben 66 Prozent der Befragten an, dass der Ausdruck „Nachhaltigkeit“ für sie ein gängiger Begriff sei. Dennoch ordneten 43 Prozent die Aussage „Nachhaltige Investmentfonds berücksichtigen neben dem finanziellen Aspekt zusätzlich ökologische, soziale und ethische Kriterien“ irrtümlich als nicht zutreffend ein. Auch glauben 40 Prozent, dass Nachhaltigkeit gleichzeitig weniger Rendite bedeute.

Die Initiatoren sehen darin ein hartnäckiges Vorurteil. „Die Performance kann langfristig sogar besser sein, als bei anderen Investments“, sagt Uwe Diehl, Geschäftsführer bei  Axa Investment Managers. Er kritisiert, dass am Markt eine klare Definition von Nachhaltigkeit fehlt. „Möglicherweise müssen wir da in Deutschland den Weg einer Regulierung gehen“, sagt er. Auch eine Förderung, ein „Riester für nachhaltige Anlagen“ könne grünen oder sozialen Fonds zum Durchbruch verhelfen.


 

© 2012 ftd, © Illustration: dpa

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