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Volatilitätsfonds Mehr Angst, mehr Rendite

[14:54, 31.01.12]

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Manager von Volatilitätsfonds wollen Kursschwankungen an der Börse zum Ertragsbringer für Anleger machen. Profianleger sind bereits überzeugt.


VDAX NEW
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
WKN
A0DMX9
Stand
28,89
Veränd. z. Vortag
9,83 %

Für Anleger sind schwankende Kurse normalerweise ein Dilemma. Ihr Risiko, beim Kauf von Aktien, Anleihen oder Fonds Geld zu verlieren, steigt. Seit 2008 mussten viele Anleger diese Erfahrung machen. Durch aktives Handeln ist es kaum möglich, das eigene Portfolio den schnellen Kursbewegungen anzupassen. Allerdings bieten genau diese Bewegungen auch großes Renditepotenzial. Jenen, die wissen, wie man von der Volatilität – den Schwankungen eines bestimmten Anlageprodukts – profitieren kann. Allerdings ist eine Investition in schwankende Kurse schwierig.

In Volatilitätsindizes, wie beispielsweise den VDAX, der die von Anlegern künftig erwarteten Schwankungen des DAX zeigt, kann lediglich über Terminkontrakte investiert werden. Eine komplexe und kostenintensive Anlage. Denn bei Terminkontrakten ist aktives Handeln erforderlich, da sich der Anleger gegen Preisänderungen seines Basiswerts absichern muss.

Volatilität als Produkt

Die Fondsbranche versucht daher, mit Volatilitätsfonds zu punkten. „Volatilität ist ein Produkt, das gegensätzlich zu einem Index läuft. Die Idee ist jetzt, das Produkt einem Portfolio hinzuzufügen, um einen Kurseinbruch aufzufangen“, so Uwe Wystup, Professor an der Frankfurt School of Finance, der in Zusammenarbeit mit dem Vermögensverwalter Lupus Alpha eine Studie angefertigt hat. Darin untersucht Wystup eine Investmentstrategie, die auch Lupus Alpha in seinen Fonds nutzt: Sie integriert Volatilität über Varianzswaps ins Fondsportfolio.

Varianzswaps sind außerbörslich, zwischen dem Fondsabieter und einer Investmentbank, gehandelte Derivate. Mit ihnen handelt der Anbieter die künftig erwarteten Schwankungen, die durch Volatilitätsindizes gemessen werden, gegen die künftige realisierte Volatilität, die im Nachhinein auf Basis historischer Kursdaten ermittelten Schwankungen. Die Swaps werden dabei zu der in der Regel höheren erwarteten Volatilität verkauft und am Ende ihrer Laufzeit mit der üblicherweise niedrigeren historischen Volatilität abgerechnet.

In diesem Artikel
  1. Mehr Angst, mehr Rendite
  2. Teil 2: Profis sind vom Erfolg überzeugt

 

© 2012 ftd

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