Göttinger Gruppe
Insolvenzverwalter wirft hin
Von Tobias KaiserDas Amtsgericht Göttingen hat heute den Insolvenzverwalter Peter Knöpfel im Securenta-Verfahren aus seinem Amt entlassen und einen neuen Verwalter eingesetzt. Für Anleger ist das eine gute Nachricht, denn Anlegeranwälte hatten Knöpfel heftig kritisiert. Zudem hat der stellvertretende Richter sich für befangen erklärt.
Das Gericht erklärte heute, dass der bisherige Insolvenzverwalter, der Hamburger Steuerberater Peter Knöpfel, darum gebeten habe, aus dem Securenta-Insolvenzverfahren entlassen zu werden. Das Amtsgericht ist diesem Antrag gefolgt und hat den Berliner Wirtschaftsprüfer Rolf Rattunde als neuen Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren für die Securenta AG eingesetzt. Rattunde betreut bereits das Insolvenzverfahren der Göttinger Gruppe Finanzholding.
Nach der Pleite der Göttinger Gruppe laufen im Moment zwei getrennte Insolvenzverfahren. Das Verfahren für die Securenta AG, das Herzstück der Göttinger Gruppe, wird am Amtsgericht Göttingen abgewickelt und betrifft rund 250.000 Anleger. Das Verfahren für die Göttinger Gruppe Finanzholding läuft in Berlin; hier sind rund 93.000 Anleger betroffen. Der Zusammenbruch der Göttinger Gruppe gilt als größter Finanzskandal der Nachkriegsgeschichte, bei dem Anleger rund 1,5 Milliarden Euro verloren haben.
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