Immobilien lassen sich in Deutschland so günstig finanzieren wie nie zuvor: Die Bestkonditionen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung liegen gerade einmal bei 3,25 Prozent effektiv. Worauf Käufer und Bauherren achten müssen.
Drohende Staatskrisen im Euroraum, internationale Finanzkrise, Inflationsgefahr und Achterbahnfahrten an den Börsen. Die Verunsicherung der Bundesbürger steigt, ein Investment in Immobilien wird immer beliebter: Über 1,5 Millionen Mieter wollen in den nächsten Jahren Eigentum erwerben. Das geht aus einer aktuellen Allensbach-Studie hervor. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine aktuelle Trendstudie des Immobiliendienstleisers Planet Home. 81 Prozent der Befragten halten Immobilien für die geeignete Form der Geldanlage beziehungsweise auch für die beste Altersvorsorge.
Und der Einstieg in Immobilien scheint gerade jetzt günstig, vorausgesetzt das passende Objekt in der richtigen Lage und das nötige Kleingeld sind vorhanden. Günstige Einstiegspreise und niedrige Zinsen haben die Bezahlbarkeit noch weiter verbessert, wie das Berliner Forschungsinstitut Empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) errechnet hat.
50-Jahrestief geknackt
Wer heute finanziert, muss im Bestfall für ein Hypothekendarlehen mit einer zehnjähren Zinsfestschreibung gerade einmal noch 3,25 Prozent effektiv zahlen - das langfristige Mittel liegt über 5,5 Prozent. Selbst Darlehen mit 20-jähriger Zinsbindung liegen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei deutlich unter 4 Prozent, ermittelte der Baugeldvermittler Hypotheken Discount unter mehr als 70 Banken, Sparkassen und Versicherungen.
"Allein in den vergangenen drei Monaten sind die Zinsen für 10-jährige Zinsbindungen um knapp 0,5 Prozentpunkte gefallen. Damit wurde das 50-Jahrestief aus dem Jahr 2005 geknackt. Wer im Mai einen 200.000-Euro-Kredit aufnimmt, spart insgesamt 8.000 Euro gegenüber Februar", sagt Kai Oppel von Hypotheken Discount.
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