Zum vierten Mal wählten die BÖRSE ONLINE-Leser ihren Lieblingsbörsianer des Jahres. Zehn deutschsprachige Kandidaten waren von der Redaktion im Vorfeld nominiert worden. Die Kandidaten überzeugten mit klugen Prognosen, nachhaltig erfolgreichen Anlagestrategien über mehrere Haussen und Baissen hinweg oder überdurchschnittlichen Renditen.
Die Profis geben den BÖRSE ONLINE-Lesern auf die fünf wichtigsten Fragen Antworten.
1) Wann ist die Euro-Schuldenkrise überwunden?
2) Was sollten Anleger unbedingt meiden?
3) Was empfehlen Sie für 2012?
4) Welche Anlageklasse / Region bietet 2012 die besten Chancen?
5) Welches Wirtschaftswachstum / welche Inflation erwarten Sie?
Die Mehrheit der zehn Geldprofis ist sich einig, dass an Sachkapital in Form von Aktien – und in Maßen Gold – kein Weg vorbeiführt. Ehemals heiß empfohlene Immobilien, speziell im Wohnbereich, sind ihnen als Anlage mittlerweile zu teuer geworden. Von Staatsanleihen des Euro-Dollar-Raumes raten sie ebenso ab wie von Festgeld. Der Grund: Die Inflation frisst Tag für Tag einen Teil des Vermögens auf. Nichts zu tun ist keine Alternative.
Die alles überlagernde Fragestellung bleibt aber, wann die Euro-Schuldenkrise vorbei ist. Es kristallisiert sich unter den Börsenstar-Kandidaten ein klares Meinungsbild heraus: „Erst wenn die Politik eine Richtungsentscheidung fällt, beruhigen sich die Märkte“, so DWS-Fondsmanager Klaus Kaldemorgen. Damit büßte die Regel „Politische Börsen haben kurze Beine“ ihre Bedeutung im Verlaufe der Euro-Schuldenkrise ein. Die Märkte sind durch die Regierenden „manipuliert und unkalkulierbar geworden“, so Börsenaltmeister und Vermögensverwalter Jens Ehrhardt. Sodass „ohne klare politische Rahmenbedingungen das ganze Finanzjahr Aschermittwoch ist“, warnt Robert Halver, Chef der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.
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