ETFLab, die erst 2008 gestartete ETF-Tochter der Dekabank, hat zwar weniger Indexfonds als die große Konkurrenz. Doch die Leser von BÖRSE ONLINE schätzen die Beschränkung auf voll-replizierende ETFs.

Bier und börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs, haben nichts gemeinsam? ETFLab, die ETF-Tochter der Dekabank, sieht das etwas anders. Denn der Anbieter aus der Biermetropole München stellt seinen Kunden „Anlegen nach dem Reinheitsgebot" in Aussicht. Das bedeutet aber nicht, dass ETFLab nun ausgerechnet ETFs auf Rohstoffe wie Hopfen und Malz auflegt. Es heißt viel mehr, dass die Deka-Tochter bei fast allen ihren Produkte auf eine vollständige Replikation des Index setzt, den ihre Produkte jeweils abbilden. Es ist also drin, was außen draufsteht – anders als bei ETFs, die den Kursverlauf eines Index mit Swaps nachbilden.
Dieser puristische Ansatz kommt an bei deutschen Privatanlegern. Zwar ist ETFLab erst 2008 an den Markt gegangen und ist mit einem verwalteten Kundenvermögen von 5,8 Milliarden US-Dollar in 40 ETFs per Ende Juni nur die Nummer elf unter den Indexfondsanbietern in Europa. Trotzdem sichert sich die Gesellschaft zum zweiten Mal in Folge den Titel „ETF-Anbieter des Jahres" für das Jahr 2011. Wie bei BÖRSE ONLINE-Awards üblich, ist die Meinung unserer Leser maßgeblich. Sie bewerten die Leistungen der Anbieter aus Privatanlegersicht.
Auch dieses Jahr gelang es fünf Anbietern, mehr als 50 Kundenbewertungen auf sich zu vereinen und daher ins Finalranking einzuziehen. Unsere nicht-repräsentative Internetumfrage fand vom 21. Juni bis zum 24. Juli statt und wurde von etlichen ETF-Anbietern und Onlinebrokern unterstützt. In die Auswertung gingen insgesamt 555 Bewertungen ein.
Seit elf Jahren gibt es nun ETFs in Deutschland. Im August wurden schon knapp 860 Produkte in Frankfurt gehandelt. Vier von fünf Umfrageteilnehmer nutzen ETFs zur Einmalanlage und kaufen sie über einen Onlinebroker, aber knapp 20 Prozent investieren auch regelmäßig über Sparplänen.
Und das Interesse an ETF-Sparplänen wächst weiter an. Bei der
DAB bank etwa ist die Anzahl der ausgeführten ETF-Sparpläne seit Juli 2010 um 130 Prozent gestiegen, bei der
comdirect liegen die Zuwächse in diesem Jahr bisher bei 27 Prozent. Inzwischen machen ETF-Sparpläne beim Broker aus Quickborn zwölf Prozent aller Fondssparpläne aus.
Auch die Konditionen bei ETF-Sparplänen sind inzwischen für Anleger interessant. Details finden Sie <hier».
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