Joachim Llambi
Alter: 47 Jahre
Position: Wertpapiermakler und Tanzjuror
Karriere: Viele Fernsehzuschauer kennen ihn als unerbittlichen Juror aus der Promi-Tanzsendung „Let’s Dance“. Nach seiner Lehre zum Bankkaufmann fing der Halbspanier Ende der 80er-Jahre als Aktienmakler in Düsseldorf an. Der frühere Profitänzer wechselte im Jahr 1997 nach Frankfurt – an den größten Handelsplatz in Deutschland
Privat: verheiratet, zwei Kinder, in seiner Freizeit tanzt Llambi und spielt Golf
Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
1981 habe ich als Schüler in der Poststelle eines Unternehmens ausgeholfen. Pakete packen war angesagt!
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe es für mein erstes Auto gespart.
Was war Ihr erstes Investment?
1985 investierte ich als Auszubildender der Sparkasse Duisburg in Lufthansa-Aktien.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Deutsche Bank im Februar 2009! Verkauf nach rund acht Monaten mit 100 Prozent Gewinn.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Comroad: 25000 DM investiert, zwischenzeitlich 1 Mio. DM wert. Am Ende war ich froh, den Einsatz rauszubekommen. Wegen Betrugs saß Ex-CEO Schnabel im Gefängnis. Jetzt leitet er wieder ein Telekomunternehmen.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Zeit, Zeit, Zeit und Geld übrig haben, welches nicht zeitlich benötigt wird.
Macht Geld glücklich?
Nein, aber man kann sich damit natürlich beruhigt zurücklehnen.
Wer ist Ihr Vorbild?
Ein Vorbild habe ich beruflich nicht.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
An Marken wie Mercedes: Das ist eine große Firma, die Autos verkauft. Wenn die Firma ganz viele Autos verkauft ...
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Bei den derzeitigen Turbulenzen, speziell in den USA und Südeuropa, ist eine seriöse Prognose nicht machbar. Vielleicht ändert sich das 2012?!
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Langfristige Anlage in deutsche Blue Chips und deutsche Rentenwerte.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?
Bücher für meine Kinder.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
Meist aufgeräumt und geordnet.
Wobei entspannen Sie sich?
Bei meiner Familie und beim Golfen.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Für meine Kinder, denn sie sind unsere Zukunft.
Michael Frewert:
Welche Kennzahlen sagen am meisten über das Potenzial einer Aktie aus?
Für mich ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Aktie die wichtigste Kennzahl.
Ingo Lendorf:
Lassen sich Eurobonds noch vermeiden, oder sind sie sogar sinnvoll?
Es wäre für Deutschland nicht gut, Eurobonds einzuführen. Unweigerlich würden die Zinsen steigen und Investitionen sich verteuern. Deutschland wäre ein Land unter vielen – politisch bestimmt nicht vertretbar. Es wäre der Knock-out für die Regierung.
Martin Brückner:
Wird es in den nächsten Jahren zu einer Währungsreform im Euro-Raum kommen?
Das ist schwer zu sagen. Es kommt darauf an, inwieweit Länder wie Griechenland, Portugal oder Spanien ihre Probleme in den Griff bekommen. Falls etwa Griechenland es trotz Rettungsschirm nicht schaffen sollte, dann ist eine Währungsreform möglich.
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