Finale

Finale "All meine Ersparnisse für eine Weltreise"

[12:20, 01.02.12]


Simon Klein

Alter: 38 Jahre

Position: ETF-Europachef bei Lyxor

Karriere: Vor seinem Einstieg bei  Société Générale Corporate & Investment Banking war Simon Klein als Head of ETF & ETC Sales für Kontinentaleuropa bei der  Deutschen Bank in Frankfurt tätig. Klein studierte Finanzen und Rechnungs­legung, ist geprüfter Börsenhändler und zertifizierter Analyst

Privat: verheiratet, zwei Kinder, treibt gern Sport und liebt guten Rotwein


Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Jugendlicher habe ich bei verschiedenen Straßenradrennen Preisgelder gewonnen. Später bin ich Taxi gefahren.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Nach drei Monaten als Entwicklungshelfer auf den Fidschi-Inseln habe ich all meine Ersparnisse für eine anschließende Weltreise ausgegeben.

Was war Ihr erstes Investment?

Commodore-Aktien.

Was war Ihr bislang bestes Investment?

Inktomi, leider habe ich den zwischenzeitlich erzielten Gewinn in Höhe von 2700 Prozent nie realisiert.

Was war Ihr schlechtestes Investment?

General-Motors-Anleihen mit 85 Prozent Verlust.

Was ist Ihr Anlagemotto?

Auf eine breite Diversifikation, liquide Anlageklassen und die Kosten achten.

Macht Geld glücklich?

Nicht unbedingt, aber es schafft ein Gefühl von Sicherheit.

Wer ist Ihr Vorbild?

Ich verfolge eher eine Lebensphilosophie: Wer viel gibt, erhält auch viel zurück.

Wie erklären Sie Kindern die Märkte?

"Buy low, sell high": Mein achtjähriger Sohn produziert Blumenerde, verpackt sie in kleine Tüten und verkauft diese.

Wo steht der DAX in einem halben Jahr?

Auf einem unveränderten Niveau. Wir werden aber weiterhin an den Märkten eine hohe Volatilität sehen.

Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?

Im aktuellen Umfeld Volatilitäts-ETFs.

Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie tun?

Mit meiner Familie zum Skifahren reisen.

Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?

Am geordneten Chaos und dem iPad.

Wobei entspannen Sie sich?

Mit meinen Kindern Zeit zu verbringen.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für einen guten Rotwein.

Fragen der Leser an Alessandro Prampolini

André Meier:

Mit welchen ETF-Innovationen können Anleger 2012 rechnen?

Wir starten ins neue Jahr mit einer Produktoffensive. 16 neue ETFs sind lanciert, 24 folgen. Sie bieten innovative Anlagekonzepte vor allem zu Rohstoffen und Anleihen.

Markus Stammler:

Ist "Full Replication", der Kauf aller Indexmitglieder in den Fonds, für Lyxor ein Thema?

Die Full Replication konnte sich nur bei sehr liquiden und nach der Marktkapitalisierung gewichteten Indizes mit leicht zugänglichen Wertpapieren beweisen. Jedoch stößt diese Konstruktionsart bei breiter gestreuten Indizes oder Rohstoffen an ihre Grenzen.

Nicola Reichert:

Setzt in der Branche allmählich ein Verdrängungswettbewerb ein?

Der Markt ist reifer, damit geht ein verlangsamtes Wachstum einher. Das Neugeschäft wird sich verstärkt auf die großen Anbieter mit liquiden Produkten konzentrieren.

 



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