Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Im August 1977 als Auszubildender bei der
Dresdner Bank.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für bankübliche Kleidung, die im Kleiderschrank
eines Teenagers fehlte.
Was war Ihr erstes Investment?
Ein Berlin-Darlehen nach § 17.2 BerlinFG.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Eine Staatsanleihe Australiens.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Stärkung der dritten Vorsorgesäule durch eine möglichst breite Diversifikation.
Macht Geld glücklich?
Nein. Ein stets ausreichendes Einkommen erleichtert das Leben aber ungemein.
Wer ist Ihr Vorbild?
Mein Vater, der trotz schwerer Krankheit nie aufgesteckt hat.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Indem ich bei der Quengelware an der Supermarktkasse standhaft bleibe und erkläre:
Viele glauben, dass Süßigkeiten hier
günstig sind, und greifen spontan zu. Genauso
handeln viele Käufer an den Börsen
und ärgern sich, dass sie zu viel für die Aktie
bezahlt haben. Der Verkäufer freut sich.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Den Blick in die Glaskugel überlasse ich gern professionellen Finanzanalysten.
Welches Investment würden Sie für Ihre
Kinder oder Patenkinder tätigen?
Deutsche Qualitätsaktien im Rahmen eines
Fondssparplans.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten,
was würden Sie kaufen?
Mehr Zeit für die Familie in Form einer
gemeinsamen Kurzreise.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
An dem geordneten Chaos und dem Bild
meiner drei Kinder.
Wobei entspannen Sie sich?
Beim Radfahren. Ein
Highlight ist die gemeinnützige
„Tour of Hope“ über 600 Kilometer
in Thailand. Dieses Jahr sammeln
wir für den Bau einer Schulbibliothek.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Für eine gute Ausbildung meiner Kinder.
Jörg Jacobi:
Würden Sie Ihr Geld einem Vermögensverwalter anvertrauen?
Ja. Bei der Auswahl eines Vermögensverwalters muss nicht nur der Leistungsnachweis,
sondern auch die Chemie stimmen. Vermögensverwaltung ist Vertrauenssache.
Kurt Ulmer:
Was für eine Geldanlage kann man in diesen volatilen Märkten überhaupt noch empfehlen?
Angesichts drohender Staatspleiten sollten mit Qualitätsaktien und Edelmetallen Sachwerte
im Vordergrund stehen. In Abhängigkeit von der Struktur des Gesamtvermögens
ist für langfristig orientierte Anleger auch ein Immobilieninvestment zu überlegen.
Robert Jantze:
Wie hoch ist in den Vermögensverwalter-Depots der Goldanteil?
Es gibt keine homogene Depotstruktur. Je nach Überzeugung des Verwalters sehen wir
Anteile von null bis zu 25 Prozent.
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