Finale

Finale Das Abwärtspotenzial im DAX ist begrenzt

[10:00, 28.07.10]


Jens Harig

Alter: 42 Jahre

Position: Vorstandsvorsitzender des Softwareunternehmens Seven Principles

Karriere: Studium an der RWTH Aachen und der Tekniske Högskole in Trondheim. Diplom-Ingenieur Elektrotechnik. Elf Jahre in der Private-Equity-Branche tätig, Mitbegründer der Fortknox-­Venture AG. Ab 2003 bei Seven Prin­ciples. Seit 2007 als Vorstandschef

Privat: verheiratet, zwei Kinder


Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Kind mit kleineren Hilfstätigkeiten bei der Ernte im landwirtschaftlichen ­Betrieb meiner Eltern.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Vermutlich für Spielzeug.

Was war Ihr erstes Investment?

Meine erste Aktie habe ich im Jahr 1983 gekauft:  BASF.

Was war Ihr bislang bestes Investment?

Meine Kinder, die machen täglich Freude (meistens).

Was war Ihr schlechtestes Investment?

Im Rahmen meiner Venture-Capital-­Aktivitäten hat es auch Geldanlagen mit Totalverlust gegeben.

Was ist Ihr Anlagemotto?

Ich investiere dort, wo ich die Risiken gut einschätzen oder selber managen kann und attraktive Chancen sehe. Ein Beispiel hierfür ist mein Engagement in Aktien von Seven Principles.

Macht Geld glücklich?

Nein, aber unabhängiger. Und es ­verschafft in vielen Konstellationen ­gestalterische Möglichkeiten.

Wie erklären Sie Kindern den Finanzmarkt?

Der Finanzmarkt ermöglicht es Unternehmern, Kapital einzuwerben. Wer Geld aufnimmt, muss sich darüber bewusst sein, dass er den Investoren eine attraktive höhere Rückzahlung schuldet.

Wo steht der DAX in einem halben Jahr?

Das Abwärtspotenzial im DAX ist meiner Meinung nach begrenzt. Die konkrete Prognose überlasse ich Profis.

Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?

Ich sorge vor, sodass für ihre Ausbildung ausreichend Kapital zur Verfügung steht.

Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben ­könnten, was würden Sie kaufen?

Ich würde sie anlegen.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld geben?

Besser wäre es, es kommt nie so weit.

Fragen der Leser an Jens Harig

Norbert Fellner:

Profitiert Seven Principles vom Boom der Marke Apple?

Als etablierter Anbieter von mobilen Anwendungen erleben wir in diesem Geschäftsfeld eine deutlich steigende Nachfrage.

Manfred Lanser:

Inwieweit belastet die Finanzkrise Ihr Firmenergebnis?

Trotz Wachstums bei Umsatz und Ertrag konnten wir uns 2009 dem Preisdruck im ­intensiven Wettbewerbsumfeld nicht vollständig entziehen. Für 2010 erwarten wir trotz Nachwirkungen der Wirtschaftskrise ein deutliches Ergebniswachstum.

Engelbert Klein:

Welchen Stellenwert haben Privatanleger in Ihrem Unternehmen?

Als doch eher kleiner Börsenwert setzen wir stark auf Privatanleger.

 



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© 2010 boerse-online.de, © Illustration: Seven Principles

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