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Finale

Finale Der DAX könnte bis auf 7000 steigen

[12:10, 10.03.10]


Ulrich Hocker

Alter: 59 Jahre

Position: Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW)

Karriere: Rechtsanwalt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer in Johannesburg. Seit 1998 DSW-Chef. Mitglied im Aufsichtsrat der Telekom, von Eon und einigen ausländischen Unternehmen

Privat: eine Tochter, passionierter Reiter


Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Schüler habe ich am Band in einer Bonner Fliesenfabrik gearbeitet.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Für Konsum, Kino et cetera.

Was war Ihr erstes Investment?

Die Bayer-Aktie.

Was war Ihr bislang bestes Investment?

New-Economy-Werte am Neuen Markt vor dem Platzen der Blase. Damals gab es eine wunderbare Aufbruchsstimmung.

Was war Ihr schlechtestes Investment?

Die Kerkerbachbahn – sie endete kurze Zeit später in der Insolvenz.

Was ist Ihr Anlagemotto?

Immer dem operativen Erfolg einer Gesellschaft folgen.

Macht Geld glücklich?

Nein, aber es beruhigt.

Wer ist Ihr Vorbild?

Otto Graf Lambsdorff.

Wie erklären Sie Kindern den Finanzmarkt?

Wie eine Kirmes. Doch selten sind die größten Fahrgeschäfte auch die besten. Man muss für sich selbst herausfinden, wo es sich lohnt, Geld zu investieren.

Wo steht der DAX in einem halben Jahr?

Die deutschen Unternehmen haben in der Krise an Stärke gewonnen. Jetzt spielen sie diese aus. Der DAX könnte daher bis auf 7000 Punkte steigen.

Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?

Ich würde ihnen attraktive Unternehmensanleihen von soliden deutschen Blue Chips kaufen.

Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben ­könnten, was würden Sie kaufen?

Eine Kiste wunderbaren Bordeaux. Den Rest lege ich an.

Wobei entspannen Sie sich?

Bei einem Ausritt durch die Natur hinter der Hundemeute.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für die Ausbildung meiner Tochter.

Fragen der Leser an Thomas Böcher

Hubert Roßkamp, per E-Mail: Missmanagement und Gehaltsexzesse: Haben Deutschlands Aufsichtsräte versagt?

Die Aufsichtsräte müssen insgesamt noch professioneller werden, um die global operierenden Multimilliardenkonzerne effizient kontrollieren zu können.

Rover Grohmann, per E-Mail: Ist der deutsche Kleinaktionär eine aussterbende Spezies?

Die Aktienkultur ist hierzulande ohne Zweifel stark ausbaufähig. Aber dass ausgerechnet in der Finanzkrise die Aktionärszahlen steigen, statt weiter zu sinken, macht Mut.

Karl Hummel, per E-Mail: Was kann man gegen räuberische Aktionäre tun, ohne die Anlegerrechte zu beschneiden?

Die Gesetze sind in diesem Bereich gerade erst verändert worden. Man sollte abwarten, wie sich das Problem entwickelt, bevor man weitere Maßnahmen ergreift.

 



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