Uwe Lang
Alter: 67 Jahre
Position: Fondsmanager und Börsenexperte
Karriere: Der Ex-Pfarrer Uwe Lang widmet sich seit 1970 intensiv dem Börsengeschehen. Der Augsburger ist Autor mehrerer Bücher wie etwa „Der Aktien-Berater“ oder „Die gefährlichsten Börsenfallen“. Seit 1988 gibt er den Informationsdienst „Börsensignale“ heraus. Von 1991 an ist Lang Partner der Schweizer Vermögensverwaltung Swissinvest
Privat: verheiratet, zwei Töchter, in seiner Freizeit spielt er gern Schach
Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Student 1964 mit Ferienarbeit beim Ausliefern von Glas und Baumaterial.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Bücher zum Studieren.
Was war Ihr erstes Investment?
Aktienkäufe von KHD, Schering und
Continental in der Baisse im Sommer 1974.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Es gab sehr viele Investments mit über 100 Prozent Gewinn. Etwa BMW-Aktien, gekauft am 21.8.2008 zu 28,45 Euro, verkauft am 27.4.2011 zu 62,74 Euro.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Conergy-Aktien, gekauft auf Empfehlung eines „Insiders“ Ende September 2007 zu 24 Euro. Heute sind sie praktisch wertlos.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Lerne aus den Erfahrungen der Vergangenheit und entwickle daraus Regeln!
Macht Geld glücklich?
Nein. Glücklich machen liebe Lebenspartner und gute Freunde.
Wer ist Ihr Vorbild?
Ich habe keine bestimmten Vorbilder, aber es gibt viele, die mir persönlich oder durch Veröffentlichungen geholfen haben.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Ich würde mit Beispielen von Angebot und Nachfrage, je nach Altersstufe, ansetzen.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Ich habe noch nie solche Prognosen abgegeben. Wichtig ist vielmehr, schnell und flexibel auf Marktsignale zu reagieren.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Es gibt nicht ein bestimmtes Investment, das zu jeder Zeit gültig ist. Aktuell würde ich japanische Aktien empfehlen.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?
Eine Wellnessreise für meine Frau und mich.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
An vielen Zeitungen.
Wobei entspannen Sie sich?
Indem ich auf meinem Keyboard spiele oder mit meiner Frau kuschele.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Für meine beiden Kinder.
Hartmut Hohla:
Wieso tappen Anleger immer wieder in Börsenfallen?
Es gibt immer wieder unerfahrene Anleger, die falsche Vorstellungen davon haben, was man an der Börse wissen kann und was nicht. Die Erkenntnis, dass die Mehrheitsmeinung an der Börse meist falsch ist, ist noch nicht Allgemeingut.
Marion Wulf:
Wie weit kann der Goldpreis noch steigen?
Da ist keine Prognose möglich. Gold ist derzeit schon sehr teuer, aber eine Panikstimmung kann den Preis noch weiter treiben. Ich würde nicht mehr einsteigen.
Klaus Malessa:
Warum schneiden so viele Fonds schlechter als der Markt ab – auch Ihr eigener?
Fonds erhalten erst bei bereits gestiegenen Kursen hohe Geldzuflüsse, müssen teuer Aktien kaufen. In der Baisse, wenn sie günstig investieren könnten, fließt Geld ab.
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