Michael Mandel
Alter: 44 Jahre
Position: Vorstandsvorsitzender der Comdirect Bank AG
Karriere: Bankkaufmann, Studium der Betriebswirtschaft in Münster, Trainee bei der Dresdner Bank, 2000 Wechsel zu McKinsey. 2002 bei der
Commerzbank zuletzt als Leiter Privat- und Geschäftskunden. 2008 Chef von Comdirect
Privat: verheiratet, zwei Töchter. Fan historischer Romane
Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In meiner Heimatstadt Bremen habe ich als Schüler die Wochenendzeitung verteilt. Da war ich 15 Jahre alt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für eine Hi-Fi-Anlage der Marke TEAC.
Was war Ihr erstes Investment?
Mein erstes Börseninvestment waren Volkswagen-Aktien.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Schneider Technologies. Auch wenn das Unternehmen später in Schwierigkeiten gekommen ist.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Pacific Century Cyberworks (PCCW) habe ich in nicht so guter Erinnerung.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Früher: „No risk – no fun.“ Heute sind Chancen und Risiken ausgewogen.
Macht Geld glücklich?
Geld macht nicht glücklich. Es erleichtert aber vieles und eröffnet Spielräume.
Wer ist Ihr Vorbild?
Ich habe kein Vorbild. Aber die Portfolio-Theorie von Harry Markowitz hat mich als Anleger stark geprägt.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Es ist doch eigentlich gar nicht so viel anders, als in der Schule Fußballerbildchen zu tauschen. Manche Spieler sind heiß begehrt und dementsprechend hoch im Kurs – andere nicht.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Bei 6500 Punkten. Weil ich Optimist bin.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Für meine Töchter setze ich mit Sparplänen auf Exchange-Traded Funds (ETFs).
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben könnten, was würden Sie kaufen?
Einen Strandkorb für den Garten.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld geben?
Für einen guten Schluck Rotwein.
Matthias Kringe:
Welchen Stellenwert hat für Sie Honorarberatung?
Unabhängige Beratung ist wichtig. Wir gehen noch weiter: Empfehlungen werden systembasiert generiert – unabhängig von der subjektiven Einzelmeinung eines Beraters.
Fritz Seeger:
Setzen Sie eher auf Kunden, die ihr Geld selbst anlegen, oder solche, die Beratung suchen?
Unser Kerngeschäft ist Online-Brokerage für selbstbestimmte Anleger. Wer darüber hinaus unabhängige Beratung möchte, ist bei uns ebenso richtig.
Sandra Mansfeld:
Wie erklären Sie sich, dass einige Banken nichts über das neue Pfändungskonto wussten?
Über die Wettbewerber kann ich nichts sagen. Comdirect war über die Einführung informiert und hat sich vorher entsprechend fachlich und technisch vorbereitet.
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