Christian Preussner
Alter: 30 Jahre
Position: Aktienexperte im Team US-Aktien
Karriere: Der Fondsmanager startete seine
Karriere bei der amerikanischen Investmentgesellschaft
J.P. Morgan Asset Management
direkt im Anschluss an sein Studium an der European Business School (EBS). Sein Interesse gilt Aktien aus den Schwellenländern und den USA. Zunächst in Frankfurt, wechselte er diesen Sommer nach London und konzentriert sich seitdem auf die US-Börsen
Privat: Tennis, Golf, Fernreisen
Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Schüler habe ich für einen Lesezirkel Zeitschriften ausgetragen.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Karten von Tennisturnieren. Ich war Fan von Boris Becker und Steffi Graf.
Was war Ihr erstes Investment?
Autos haben mich schon immer fasziniert. Mein erstes Investment war natürlich eine deutsche Autoaktie.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Ein Auslandssemester in San Diego. Das zahlt sich noch immer aus.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Ein Call auf Sonnenschein. Das war eine Eintrittskarte für die Bregenzer Festspiele. Die Vorstellung ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Und die Karte wertlos verfallen.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Ich vertraue auf innovative Unternehmen, die mit ihren Produkten die Bedürfnisse der Menschen befriedigen. Qualität, Design, Nutzerfreundlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit sind entscheidend.
Macht Geld glücklich?
Es hat etwas Beruhigendes und eröffnet einem neue Möglichkeiten.
Wer ist Ihr Vorbild?
In der Finanzwelt: Warren Buffett.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Mit der Gleichgewichtsfunktion des Preises: Anton und Paul spielen mit zehn Autos. Anton gehen vier seiner fünf kaputt, sodass Pauls Autos für ihn begehrenswerter werden.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Es bleibt bis zum Jahresende unruhig.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Emerging-Markets-Fonds. Sie bieten langfristig die größten Wachstumschancen.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?
Ein iPad von Apple mit Internetflat.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
Aufgeräumt. Angesichts aufregender Märkte benötige ich ein ordentliches Umfeld.
Wobei entspannen Sie sich?
Mit der Familie und guten Freunden.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Das hat hoffentlich noch viel Zeit.
Peter Lasko:
Sollten Anleger besser in den USA oder in Schwellenländern investieren?
Beide Märkte haben ihre Berechtigung in einem breit diversifizierten Portfolio. So sollten große Konzerne aus den USA nicht fehlen, aber auch die Wachstumsmöglichkeiten der Schwellenländer nicht vernachlässigt werden.
Lutz Kartmann:
Ist die Abwertung der Kreditwürdigkeit der USA ein Problem für amerikanische Aktien?
Eine erfolgreiche Entwicklung der US-Aktienmärkte ist mittelfristig insbesondere durch die Ertragsstärke der Unternehmen und deren Profitabilität gekennzeichnet.
Pia Schauerte:
Wie stark sollten Emerging Markets in einem globalen Portfolio gewichtet sein?
Emerging Markets erreichen derzeit ein Gewicht von etwa 14 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung. Ein privates Engagement erfolgt nach individueller Allokation.
Empfehlen