Finale

Finale "Ich hoffe, Aktien notieren nicht in D-Mark"

[13:00, 07.09.11]


Thorsten Michalik

Alter: 38 Jahre

Position: Leiter ETF-Geschäft  Deutsche Bank

Karriere: Der studierte Betriebswirt startete im Investmentbanking einer Schweizer Großbank. Danach folgte der Einsatz als Optionshändler in Frankfurt, bevor er im Jahr 2000 zur  Deutschen Bank wechselte und das Geschäft mit strukturierten Produkten betreute – ab 2004 für das Asiengeschäft von Hongkong aus. Seit 2006 ist Michalik zuständig für Exchange-Traded Funds

Privat: verheiratet, zwei Söhne (Zwillinge), ­Hobbys: Tauchen, Marathonlaufen, Kochen


Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit zwölf Jahren habe ich Blumen und Zeitungen ausgefahren.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Ich habe mir von dem Geld ein absolut ­angesagtes BMX-Rad gekauft.

Was war Ihr erstes Investment?

Die BMW-Aktie mit 16 Jahren, da musste meine Mutter beim Kauf noch mit in die Bank gehen.

Was war Ihr bislang bestes Investment?

Ein Börsenbuch – ebenfalls mit 16 Jah­ren –, daraufhin wusste ich, dass ich etwas mit Wertpapieren machen will.

Was war Ihr schlechtestes Investment?

Unzählige DAX-Optionsscheine, die zu „null“ ausgebucht wurden.

Was ist Ihr Anlagemotto?

Never catch a falling knife.

Macht Geld glücklich?

Nein. Geld erreicht schnell seinen Grenznutzen, bis dahin kann es aber das Leben vereinfachen.

Wer ist Ihr Vorbild?

Nelson Mandela.

Wie erklären Sie Kindern die Märkte?

Da muss ich mir erst noch was überlegen. Meine Jungs sind zum Glück zu klein. Ich habe noch etwas Zeit.

Wo steht der DAX in einem halben Jahr?

Bei DAX-Prognosen bin ich superschlecht. Derzeit hoffe ich nur, dass deutsche Aktien in einem Jahr nicht wieder in D-Mark notieren.

Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?

Unseren Mischfonds DB X-Trackers Port­folio TR Index ETF.

Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?

Legen Sie noch 500 Euro drauf – dann kaufe ich mir endlich mal ein anständiges Mountainbike.

Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?

Unspektakulär – sehr aufgeräumt.

Wobei entspannen Sie sich?

Beim Tauchen – ein wunderbarer Sport.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für die Gesundheit meiner Familie. Sollten sie gesund sein, dann für ein Steak bei Peter Luger in New York.

Fragen der Leser an Thorsten Michalik

Jens Hambacher:

Verschlimmern ETFs Kursstürze an der Börse?

Nein, in Europa ist das eigentlich nicht möglich. Gerade bei uns in Deutschland verhindert die sogenannte Volatilitätsunterbrechung auf Xetra solche Ausschläge.

Victor Prange:

Wie kann ich meine ETF-Investments gegen Kursverluste absichern?

Sie können Ihr Portfolio kurzfristig und sehr flexibel mit Short-ETFs gegen Kursverluste absichern. Auf täglicher Basis verhalten sie sich genau gegenläufig zum entsprechenden Index. Short-ETFs empfehlen wir nur für kurzfristig orientierte Anleger.

Michael Riebner:

Wie reagieren Sie auf die zunehmende Kritik an Swap-basierten ETFs?

Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Transparenz und Sicherheitsniveau in Bezug auf Kontrahentenrisiken sind höher als bei den meisten traditionellen Publikumsfonds.

 



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