Alexander Daniels
Alter: 56 Jahre
Position: Vorstand der Knapp Voith Vermögensverwaltungs AG
Karriere: Studium der Betriebswirtschaftslehre; war sechs Jahre in der Textilbranche tätig, neun Jahre als Prokurist der Vermögensverwaltung und Projektentwicklung für eine deutsche Industriellenfamilie; 1999 Gründung der Vermögensverwaltung Knapp Voith AG in Hamburg
Privat: verheiratet, zwei Söhne, leidenschaftlicher Motorradfahrer und Hobbykoch
Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Für 10 D-Mark pro Stunde auf der Verladerampe beim Axel-Springer-Verlag.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für mein erstes Motorrad.
Was war Ihr erstes Investment?
Eine Einzahlung auf mein Sparbuch – wie sich das früher gehört hat.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Mein selbst finanziertes Studium.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Werte des Neuen Marktes wie EM.TV und
Intershop, an die ich heute nicht mehr erinnert werden möchte.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Vorsichtig werden, wenn man nur noch Positives über ein Investment hört und liest – dann ist die Party meist schon vorbei!
Macht Geld glücklich?
Einen selbst nicht, aber man kann andere damit glücklich machen.
Wer ist Ihr Vorbild?
Der typische Hanseat, der erfolgreich ist, aber bescheiden auftritt.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Käse umsonst gibt es nur in der Mausefalle – guter Rat von unabhängigen Experten hat nicht nur seinen Preis, sondern auch einen Wert.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Dort, wo ihn die Mehrzahl der Experten nicht vermutet.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Aktien mit einem Alleinstellungsmerkmal und mit Preismacht.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie tun?
Eine Anleihe von einem soliden deutschen Unternehmen.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
An den vielen Stapeln, deren System nur ich durchschaue.
Wobei entspannen Sie sich?
Beim Motorradfahren mit meiner Harley-Davidson Fatboy in den Alleen Mecklenburg-Vorpommerns.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Auf dem Markt einkaufen und kochen für die Familie.
Peter Jöhnk:
Wo liegen in der Vermögensanlage die Vorteile von Anleihen gegenüber Immobilien?
Anleihen schwanken weniger als Aktien, liefern Zinsen, sind täglich verfügbar. Diverse Ratingstufen und Laufzeiten ermöglichen, gemäß der Risikoneigung zu investieren. Immobilien lassen sich nicht so breit streuen, und der Besitzer ist lang gebunden.
Rover Grohmann:
Sind die Kursanstiege bei europäischen Corporate Bonds ausgereizt?
Die Renditeaufschläge sind noch attraktiv. Die Bonds haben trotz der Kursgewinne noch Potenzial; ein größerer Teil der Performance wird aber aus den Kupons kommen.
Uwe Drumm:
Welche Fonds sind für Kleinanleger von Interesse?
Wir empfehlen aus Kostengründen eher ETFs großer Emittenten mit umfangreicher Produktauswahl, aus der man je nach Risikoprofil und Laufzeit investieren kann.
Empfehlen