Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Hilfspostbote Ende der 80er. Für drei Monate gab es umgerechnet 100 Dollar.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für einen Kassettenrekorder samt Kassetten von Pink Floyd und The Beatles.
Was war Ihr erstes Investment?
Die russische Goldmünze Tscherwonez.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Ich bin aktiv am Aktien- und Terminmarkt und hatte schon einige Tenbagger.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Manch ein Zertifikat mit Totalverlust. Seitdem setze ich konsequent Stop Losses.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Ich nehme es sportlich: Mal verliert man, mal gewinnt man. Das Leben geht weiter!
Macht Geld glücklich?
Geld allein macht nicht glücklich! Das merkt man aber erst, wenn man es hat …
Wer ist Ihr Vorbild?
Mein Vater! Bescheiden, klug, ehrlich und von Freunden umkreist.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Ich werde meinem Sohn sagen, dass die Börse ein Platz ist, wo zwar meist Gier und Angst regieren, den man aber braucht.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Machen wir das umgekehrt: Sie sagen mir eine Zahl zwischen 4000 und 8000 Punkten, und ich sage Ihnen, was passiert ist.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Aktien von Blue Chips aus Deutschland, USA und Japan. Die Starken gehen gestärkt aus der Krise hervor.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?
One ticket to Adelaide please, one way! Wenn ich mein Geld ausgeben muss, dann stimmt hier was nicht, und ich gehe.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
„Geordnetes Chaos“ aus vier Bildschirmen, Reisekostenabrechnungen, Zeitungen, Research-Berichten – und einigen Tausend Visitenkarten.
Wobei entspannen Sie sich?
Ein paar Tage mit der Familie, ein Waldspaziergang, Tennis oder Golf spielen.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Ich würde es jemandem schenken.
Josef Ecke:
Wird der Ölpreis nur von Spekulanten getrieben?
Nein, die langfristige Verteuerung geht in erster Linie auf Nachfragewachstum, natürliche Verknappung, höhere Produktionskosten und steigenden Finanzierungsbedarf der Opec-Länder zurück. Das konjunkturelle Auf und Ab bestimmt mittelfristige Trends.
Lothar Strobl:
Sind Investments in Agrarrohstoffe für Privatanleger überhaupt geeignet?
Nein, sie sind sehr komplex. Agrarpreise unterliegen besonderen Einflüssen: Wetter, kurze Produktionszyklen und immer mehr professionelle Investoren.
Andreas Kaiser:
Wird der Goldpreis wieder alte Höchststände erreichen?
Der Preis steigt langfristig. Gold wird zunehmend als eine Versicherung und eine Art Währung genutzt, höhere Preise signalisieren höhere Risiken.
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