Leo Willert
Alter: 46 Jahre
Position: Gründer und Leiter der Arts
Asset Management GmbH
Karriere: Studium der Soziologie und Öffentlichkeitsarbeit in Wien, Gründer
einer Werbeagentur. 1999 bis 2005 Ausbildung
zum Trader. 2003 Wechsel zum
Fondshaus C-Quadrat Investment AG .
2004 Gründer von Arts Asset Management
Privat: verheiratet, Familienvater; Hobbys:
Rennwagenfahren und Schlagzeug
Wann und womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
1979 als Billeteur am Wiener
Trabrennplatz.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für eine Langspielplatte von Billy
Cobham.
Was war Ihr erstes Investment?
Eine Call-Option auf den ATX Ende der
80er-Jahre.
Was war Ihr bislang bestes Investment?
Das Gründungskapital für die Arts Asset
Management GmbH.
Was war Ihr schlechtestes Investment?
Ein gebrauchter Fiat Ritmo.
Was ist Ihr Anlagemotto?
Cut your losses short, let your earnings
run (Verluste begrenzen, Gewinne laufen
lassen).
Macht Geld glücklich?
Geld ist besser als Armut – wenn auch
nur aus finanziellen Gründen. (Woody
Allen)
Wer ist Ihr Vorbild?
Traderlegende Ed Seykota.
Wie erklären Sie Kindern die Märkte?
Kinder verstehen die Finanzmärkte
intuitiv.
Eigentlich schade, dass das bei
Politikern
nicht auch so ist.
Wo steht der DAX in einem halben Jahr?
Keine Ahnung. Trendfolger haben keine
Marktmeinung.
Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?
Je einen Sparplan auf den C-Quadrat Arts
Total Return Global AMI.
Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben könnten, was würden Sie kaufen?
Milton Friedmans „Kapitalismus und
Freiheit“ ist derzeit um 9,95 Euro zu
haben. Das würde 100 Exemplare ergeben,
und die würde ich an handverlesene
Planwirtschaftsapologeten in Österreichs
Politik verteilen.
Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?
Er sieht ein bisschen wie die Brücke von
Raumschiff Enterprise aus – allerdings
nach einem Angriff der Klingonen.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld geben?
Um Robert Lechners Rundenzeit am
Hungaroring zu unterbieten.
Wolfgang Liebig:
Wie viele Jahre haben Sie Erfahrung sammeln müssen, bis Sie gut an der Börse handeln konnten?
Erste Börsenerfahrungen erfolgten in den 80er-Jahren. Der systematische Handel
begann
Ende der 90er-Jahre, das erste Fondsmandat folgte am 27. März 2003.
Matthias Mann:
Sind ETFs eine gute Ergänzung oder sogar eine Art Rückversicherung, wenn Ihre Strategie
danebengeht?
Wir setzen bisweilen auch auf ETFs. Sie sind eine günstige Möglichkeit, einen Index
passiv abzubilden, aber keine Rückversicherung.
Mario Gillert:
Was unterscheidet einen erfolgreichen Daytrader von einem Dachfondsmanager?
Daytrader nutzen Preisbewegungen innerhalb eines Tages – und bleiben meist nur
wenige
Stunden investiert. Ein Dachfonds investiert in Fonds meist über einen Zeitraum
von mehreren Wochen.
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