Finale

Finale "Wer streut, rutscht nicht aus!"

[12:40, 26.10.11]


Volker Schilling

Alter: 39 Jahre

Position: Gesellschafter Greiff Capital

Karriere: Der gelernte Bankkaufmann und ­Finanzplaner startete Anfang der 90er-Jahre in der Anlageberatung der  Deutschen Bank. 1994 wechselte Schilling zur Mannheimer ­Performance AG, stieg zum Gesellschafter und Vorstand auf. 2005 gründete er die Freiburger Firma Greiff Capital Management. Sie verwaltet rund 250 Mio. Euro in sechs Dachfonds

Privat: verheiratet, zwei Kinder, reitet und joggt


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Zauberei! Meine ersten Auftritte hatte ich mit zwölf Jahren.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Für einen Sony-Walkman, der war so groß wie ein Toaster!

Was war Ihr erstes Investment?

Taktisch: Blumen für Oma – unbezahlbarer Return. Strategisch: ein DWS-Fonds zu Beginn meiner Banklehre statt des üblichen Bausparvertrags für vermögenswirksame Leistungen.

Was war Ihr bislang bestes Investment?

Alles, mit dem ich Geld verloren habe, denn die Lernquote war dadurch ungemein.

Was war Ihr schlechtestes Investment?

Alles, mit dem ich wie von selbst Geld verdient habe, denn ich dachte, ich könnte jetzt alles.

Was ist Ihr Anlagemotto?

Wer streut, rutscht nicht aus!

Macht Geld glücklich?

Ja, denn es versetzt einen in die Lage, seine Zeit für die Menschen zu verwenden, die einem am Herzen liegen.

Wer ist Ihr Vorbild?

Alle die, die dogmatischen Glaubenssätzen Toleranz entgegenhalten.

Wie erklären Sie Kindern die Märkte?

Ich spiele lieber mit meinen Kindern. Außerdem verstehe ich ihn gerade selbst nicht so genau.

Wo steht der DAX in einem halben Jahr?

In der Zeitung.

Welches Investment würden Sie für Ihre Kinder oder Patenkinder tätigen?

Investitionen in das produktivste Kapital einer Volkswirtschaft: starke Aktienwerte.

Wenn Sie heute 1000 Euro ausgeben sollten, was würden Sie kaufen?

Schottischen Single-Malt-Whisky.

Woran erkennt man Ihren Schreibtisch?

An dem Kaffee mit fünf Würfeln Zucker. Den trinkt kein anderer – nicht mal aus Versehen!

Wobei entspannen Sie sich?

Beim Reiten und beim Joggen.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für die Gesundheit meiner Kinder!

Fragen der Leser an Volker Schilling

Kurt Ulmer:

Welche Strategien funktionieren in der Finanzkrise?

Die beste aller Strategien: Diversifikation!

Heiko Hüttinger:

Sollten Privatleute noch in Staatsanleihen gehen?

Selbstverständlich! Eine Vielzahl an Ländern hat eine hervorragende Bonität, geringe Staatsschulden, große Devisenreserven, starkes Wirtschaftswachstum, rückläufige Inflationsraten und hohe Zinsen mit der Tendenz zu Zinssenkungen.

Martin Geske:

In was sollte ein Anleger mit Blick auf die Altersvorsorge investieren?

Aktien, Aktien, Aktien! Am besten mit einem guten Dividendenfonds, der auf Unternehmen mit starken Marken und großen Finanzreserven setzt. Das sind Sachwerte, die auch in 30 Jahren noch existieren.

 



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© 2011 boerse-online.de, © Illustration: Pressebild

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