Der Deutsche Aktienindex zeigt nach wie vor keine Anzeichen von Schwäche. Stärkere Gewinnmitnahmen bleiben aus, obwohl viele Indikatoren auf eine Überhitzung hindeuten: Der Relative-Stärke-Index auf Tagesbasis und der geglättete Stochastik-Oszillator auf Tages-- und Wochenbasis verlaufen im oberen Extrembereich (Seite zwei), die Abstände zu 21- und 55-Tage-Linie sind ebenfalls sehr hoch (Seite fünf).
Es fehlt aber derzeit an einem stärkeren Widerstand, der eine Aufwärtsbewegung nachhaltig bremsen könnte. Die Obergrenze des aktuellen Aufwärtstrendkanals, die heute bis etwa 6880 Punkte reicht, erfüllt diese Funktion nur unzureichend. Erst im Bereich um 7000 Punkte könnte eine ehemalige horizontale Unterstützung aus dem Vorjahr einen besseren Orientierungspunkt für verkaufswillige Marktteilnehmer liefern.
Ein nicht unerhebliches Potenzial für Gewinnmitnahmen dürfte sich nach der jüngsten Aufwärtswelle im Markt angestaut haben. Daher sind Rückschläge bis 6500 Zähler an die Untergrenze des Aufwärtstrendkanals und die 21-Tage-Linie oder 6415/70 Punkte an eine horizontale Haltezone nicht auszuschließen. Bleibt es bei den leichten Korrekturen der vergangenen Wochen, finden sich schon bei 6680, 6640/50 und bei 6560/80 Punkten erste Stabilisierungslinien (siehe letzte Seite).