Der Aufwärtstrendkanal ist intakt, selbst wenn die erste Unterstützung in Form des ehemaligen Widerstandes bei 6830/40 Punkten wieder unterschritten wird. Erst Kurse unter der südlichen Begrenzungsgeraden des Kurskorridors bei 6740 Zählern würden etwas an der positiven kurzfristigen Prognose ändern. Auszuschließen ist dieses Szenario in naher Zukunft nicht, denn die vierzehntägige Atempause hat den Markt nur vorübergehend aus seinem überhitzten Zustand gerissen.
Doch auch wenn sich das Tempo von aktuell bis zu 140 Punkten (immerhin zwei Prozent) pro Woche reduziert, bleibt der Trend bestehen. Die nächste Unterstützung verläuft in diesem Fall bei 6650/75 Punkten an der 21-Tage-Linie und einer horizontalen Stabilisierungszone. Sollte darüber hinaus verkauft werden, droht eine längere Korrektur bis 6415/70 Zähler. Angesichts des nach wie vor leicht überkauften Zustandes wäre diese Entwicklung für den DAX nicht dramatisch.
Schließlich wachsen die Bäume nicht in den Himmel, und das aktuelle Anstiegstempo ergäbe hochgerechnet eine Verdopplung des Indexstandes bis zum Jahresende. Doch mehrere Widerstände dürften dies zuverlässig verhindern. Bei 7000 Punkten ist bereits erneut mit Abgabedruck zu rechnen, anschließend folgen Hürden bei 7400 bis 7600 Zählern (siehe Seite zwei).