Mehr als 1200 Punkte beträgt der Zuwachs nun schon seit dem Zwischentief Ende November, doch der Deutsche Aktienindex ist derzeit nicht in Gefahr. Das liegt unter anderem daran, dass der Markt bereits nach einer ersten steilen Aufwärtswelle Anfang Dezember deutlich korrigierte, was den Druck etwas aus den Kursen nimmt. Der Drang, Profite zu realisieren, steigt aber naturgemäß mit jedem weiteren Prozent im Plus erneut an.
Der DAX reagiert darauf mit mehreren kleineren Rücksetzern, womit er als Resultat ein ausgewogenes Trendbild zeigt - die Crashgefahr durch aufgestautes Verkaufsvolumen ist also gering. Allerdings ist der Markt relativ weit von den 21- und 55-Tage-Durchschnittskursen entfernt (siehe Seite fünf). Kommt die Aufwärtsbewegung also doch einmal ins Stocken, stehen jedoch zahlreiche Unterstützungen bereit.
Schon bei 6350 Punkten fällt die 200-Tage-Linie mit einem horizontalen Haltebereich zusammen. Bei 6250/60 Zählern trifft die 21-Tage-Linie auf ein Fibonacci-Retracement - hier hat der Index 23,6 Prozent der jüngsten Aufwärtswelle (logarithmisch berechnet) wieder nach unten korrigiert. Stärkere Verluste sind unwahrscheinlich, gleichwohl nicht auszuschließen. Bei 5970/6000 Zählern markiert dann die 55-Tage-Linie mit einer weiteren waagerechten Haltezone das nächste Kursziel.
Nach oben ist dagegen der Weg frei. Bis 6700 Punkten ist bis zum Wochenende Luft, wenn der Index das steile Tempo der vergangenen beiden Monate durchhält. Eine charttechnische Barriere folgt sogar erst an der 7000er-Marke (siehe folgende Seite).