Sie war größte Aktionärin bei dem Türkheimer Unterhaltungselektronikkonzern, der im Januar 2002 unter seltsamen Umständen in Insolvenz ging. Enge Verflechtungen gab es nicht nur personell – ein Ex-LfA-Mann war zuletzt Schneider-Vorstandschef –, sondern auch räumlich, wie die LfA gegenüber BÖRSE ONLINE einräumte.
Der stellvertretende LfA-Chef Michael Schneider teilte mit, die LfA werde häufiger gebeten, ihre Räumlichkeiten für Gremien und Bankrunden zur Verfügung zu stellen: "Dies war gelegentlich auch im Zusammenhang mit der Schneider AG der Fall."
Die Förderbank überließ Schneider aber nicht nur die Räume: Schon 1999 protokollierte der damalige LfA-Mitarbeiter und spätere Schneider-Chef Ralf Adam Aufsichtsratssitzungen in München. An Gesprächen und Verhandlungen nahmen LfA-Mitarbeiter teil. Wichtige Entscheidungen fielen nach Informationen von mit den Vorgängen vertrauten Personen in München.
Zudem nutzte der Ex-LfA-Mann Adam als Schneider-Vorstand ein Büro in einer Immobilie der LfA. Das Büro wurde im Dezember 2001 aufgelöst. Laut LfA-Vorstand Schneider wurde das Mietverhältnis bis zum 31. Dezember 2001 geschlossen.
Ein glücklicher Zufall: Vier Wochen später war die Mieterin zahlungsunfähig. Die LfA hatte ihre Beteiligung schon lange vor der Insolvenz deutlich reduziert. Sie meldete bereits auf der Hauptversammlung im Juli 2000 eine Million Aktien weniger an als im Vorjahr. Das Schneider-Papier notierte damals zwischen 20 und 66 Euro. Höhe und Verbleib des Erlöses sind nicht bekannt.
Wie BÖRSE ONLINE weiter berichtet, gibt es Hinweise auf fragwürdige Zahlen bei dem Konzern. Auch der LfA-Verwaltungsratschef, Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, hatte kurz nach der Insolvenz angedeutet, die Bank sei getäuscht worden.
Obwohl ein geschädigter Schneider-Aktionär der LfA, dem Obersten Rechnungshof, dem Wirtschafts- und Finanzministerium sowie Ministerpräsident Edmund Stoiber schrieb, es habe justiziable Sachverhalte bei Schneider gegeben, fragte ihn bisher niemand nach den Details.
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