Die Stoxx-Indizes änderten zum 1. März ihre Namen. Jetzt ist zwar leichter zu erkennen, worauf sich der jeweilige Index bezieht, doch beim Stoxx Europe 50 und Euro Stoxx 50 müssen Anleger aufpassen.
Zwei gravierende Änderungen gab es Anfang März bei den renommierten Stoxx-Indizes: Zum einen stieg Dow Jones aus der Kooperation mit Stoxx, einem Zusammenschluss der
Deutschen Börse und der Schweizer Börse aus. Damit fällt nun bei allen Indizes der Präfix Dow Jones.
Zum anderen ändert Stoxx die Namen für eine Reihe von Indizes. So erhalten alle regionalen Indizes für die europäischen Märkte den Zusatz „Europa“ im Namen. Aus dem Stoxx 50 oder dem Stoxx 600 werden daher Stoxx Europe 50 und Stoxx Europe 600. Die Verwechslungsgefahr für Anleger ist vor allem beim bekannten Euro Stoxx 50 gegeben. Der Unterschied: Der Euro Stoxx 50 umfasst nur Aktien der Euro-Länder während der Stoxx Europe 50 die Wertentwicklung von Aktien aus Gesamteuropa widerspiegelt.
Bei Themenindizes bei denen nicht klar ersichtlich ist, in welche Regionen investiert wird, wie beispielsweise dem Stoxx Grand Prix Index wird der Zusatz „Global“ ergänzt. Damit wird aus dem Stoxx Grand Prix der Stoxx Global Grand Prix Index.
Auf den Internetseiten von BÖRSE ONLINE wurden die Anpassungen bereits vollzogen. Anleger finden daher im Zertifikate-Analyser die aktualisierten Bezeichnungen. Insgesamt werden in Deutschland rund 20.000 Papiere auf die Stoxx-Indizes gehandelt, der Großteil sind Derivate. Nach Angaben von Stoxx nutzen weltweit mehr als 400 Firmen die Stoxx-Indizes als Basis für ETFs, passive Investmentfonds, Futures und Optionen sowie strukturierte Produkte.
Bis zum Jahresende darf der Zusatz Dow Jones noch genutzt werden. Auf Emittentenseite heißt es, man wolle in den Kundenbroschüren und im Netz auf die Änderungen hinweisen, die Verkaufsprospekte müssten jedoch nicht geändert werden. Hier genüge ein Nachtrag zu den Verkaufsprospekten, da sich an der Basis des Index nichts Relevantes verändert habe.
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