Leitzinsentscheidungen der Zentralbanken: Ungarn senkt um 1,00 auf 8,50%.
Daten aus USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe 554t nach 524t / Registrierte Arbeitslose 6.225t nach 6.313t / Wiederverkäufe Häuser Juni 4,89 Mio nach 4,72 Mio, +3,6% nach +1,3% (MoM) / University of Michigan Vertrauen Juli final 66 nach 64,6 / Neubauverkäufe Juni 384t nach 346t, +11% nach +2,4% (MoM) / Dallas Fed Verarb. Industrie Juli -25,5% nach -20,4% / S&P/CaseShiller Hauspreisindex Mai 139,84 nach 139,21 / Verbrauchervertrauen Juli 46,6 nach 49,3 / Richmond Fed Herstellerindex Juli 14 nach 6 / ABC Verbrauchervertrauen -47 nach -50 / MBA Hypothekenanträge -6,3% nach +2,8% / Auftragseingang langl.Güter Juni -2,5% nach +1,3% / Langlebige Güter ohne Transport Juni +1,1% nach +0,8%.
Daten aus Euroland: Leistungsbilanz Mai -1,2 Mrd.€ nach -6,1 Mrd.€ sb, -13,0 Mrd.€ nach -9,4Mrd.€ nsb / PMI Verarbeitendes Gewerbe Juli 46,0 nach 42,6 / PMI Dienste Juli 45,6 nach 44,7 / PMI Composite Juli 46,8 nach 44,6 / M3 Juni +3,5% nach +3,7% (YoY) sb, +4,1% nach +4,6% sb.3 Monatsdurchschnitt.
Daten aus Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe Juli 45,2 nach 40,9 / PMI Dienste Juli 48,4 nach 45,2 / ifo-Geschäftsklima Juli 87,3 nach 85,9 / ifo-aktuelle Geschäftslage Juli 84,3 nach 82,4 / ifo-Geschäftserwartungen Juli 90,4 nach 89,5 / Importpreisindex Juni +0,4% nach +0,0% (MoM), -11,3% nach -10,4% (YoY) / Gfk Verbrauchervertrauen Umfrage Aug. 3,5 nach 3,0 / VPI Juli: Hessen -0,2% nach +0,4% (MoM) und -0,9% nach -0,3% (YoY), NRW -0,2% nach +0,3% (MoM) und -0,7% nach +0,1% (YoY), Baden-Württemberg -0,1% nach +0,5% (MoM) und -0,6% nach +0,1% (YoY), Bayern 0,0% nach +0,4%(MoM) und -0,2% nach +0,4% (YoY).
Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 96,00% und 94,16%, Euro-Bund-Future zwischen 121,33% und 119,92%, Euro-Bobl-Future zwischen 115,92% und 115,01%, Euro-Schatz-Future zwischen 108,19% und 107,885%.
Nachdem die Aktien sich weltweit auf hohem Level stabilisiert hatten und schon alle mit dem Ende der neuntägigen Rallye rechneten, kam es völlig überraschend zu einer neuen Kursrallye. Die Bekanntgabe der Verkaufszahlen bestehender Häuser in den USA beflügelten die Notierungen und schickten die Renten auf Talfahrt. Momentan suchen sich die Börsianer aus dem Zahlenreigen nur die positiven Gesichtspunkte heraus, z.B. Gewinn bei
Ford. Dass dieser Gewinn lediglich den milliardenschweren Umschuldungen zu verdanken ist und ansonsten das zweite Quartal mit 638 Mio. USD negativ abgeschlossen wurde, interessiert aktuell noch niemand. Die besser als erwartetet ausgefallenen Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen zielen in die ähnliche Richtung. „Die Hausse nährt die Hausse“ und aus diesem Grund kam es im Rentenbereich zu Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in Corporate Bonds. Weiterhin ist dieser Bereich ganz oben in der Gunst der Anleger zu finden! Die negativen Meldungen wie Milliarden-Quartalsverlust bei Morgan Stanley, Gewinneinbruch bei
Microsoft,
Amazon verdient weniger, Ergebniseinbruch bei Amex (-84%), Währungseffekte belasten
Mc Donalds wurden zwar sicherlich zur Kenntnis genommen, aber diese Schlagzeilen waren nur sehr kurzzeitig marktbewegend. Die Aussagen führender Vertreter der Bank of Canada, dass die heimische Volkswirtschaft derzeit am Rezessionsende gesehen wird und auch die Unternehmensstimmung in Frankreich und Belgien sich aufhellt, der
GfK Konsumklimaindex in Deutschland unerwartet kräftig anstieg und die Stabilisierung am US-Immobilienmarkt gepaart mit der Ankündigung des US-Schatzamtes in dieser Woche 115 Mrd. USD platzieren zu wollen, waren nicht der Stoff aus dem Träume von Rentenhändlern gefertigt werden. Die Rentenmärkte kamen unter die Räder und versuchen sich nun auf einem tieferen Niveau zu stabilisieren.
Der richtungsweisende Euro-Bund-Future schloss am gestrigen Abend nach einer Tagesrange zwischen 121,05% und 120,57% bei 120,83% (Vw: 121,31%). Das gehandelte Volumen betrug 0,633Mio. Kontrakte. Der Euro-Bobl-Future schloss bei 115,55% (Vw: 115,82%) und der Euro-Schatz-Future bei 108,03% (Vw: 108,15%). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (Bundesbankfixing) lag bei 3,434% (Vw: 3,366%). Zweijährige US-Treasuries rentierten bei 1,19% (Vw: 0,95%), fünfjährige Anleihen bei 2,68% (Vw: 2,40%), die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen bei 3,68% (Vw: 3,55%) und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 4,52% (Vw: 4,45%). Am Aktien- und Devisenmarkt waren ggü. der Vorwoche folgende Änderungen zu registrieren: DAX 5.270,32 (Vw: 5.121,56), Dow Jones 9.070,72 (Vw: 8.881,26) und EUR/USD 1,4052 (Vw: 1,4239).
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