Leitzinsentscheidungen der Zentralbanken: Dänemark senkt den Leitzins um 0,10 auf 1,25%, Kolumbien senkt um 0,50 auf 4,00%, Ungarn senkt um 0,50 auf 7,50%, Russland senkt um 0,50 auf 10,00% und Rumänien senkt um 0,50 auf 8,00%.
Daten aus USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe 530t nach 551t / Registrierte Arbeitslose 6.138t nach 6.261t / Wiederverkäufe Häuser Aug. 5,10 Mio nach 5,24 Mio, -2,7% nach +7,2% (MoM) / Auftragseingang langl. Güter Aug. -2,4% nach +4,8% / Langlebige Güter ohne Transport Aug. +0,0% nach +0,9% / University of Michigan Vertrauen Sept. final 73,5 nach 70,2 / Neubauverkäufe Aug. 429t nach 426t, +0,7% nach +6,5% (MoM) / Dallas Fed Verarb. Industrie Sept. -6,4% nach -9,1% / S&P/CaseShiller Hauspreisindex Juli 144,23 nach 141,94 / Verbrauchervertrauen Sept. 53,1 nach 54,5 / ABC Verbrauchervertrauen unv. -46 / MBA Hypo-thekenanträge -2,8% nach +12,8% / ADP Beschäftigungsänderung Sept. -254t nach -277t / BIP 2Q -0,7% nach -1,0% (QoQ/Jahresbasis) / Privater Konsum 2Q -0,9% nach -1,0% / BIP Preisindex 2Q unv.+0,0% / PCE-Kernrate 2Q unv. +2,0% (QoQ) / Chicago PMI Sept. 46,1 nach 50,0 / NAPM-Milwaukee Sept. 58 nach 56.
Daten aus Euroland: M3 Aug. +2,5% nach +3,0% (YoY) / M3 3Monatsdurchschnitt Aug. +3,0% nach +3,4% sb / Retail PMI Sept. 48,6 nach 47,1 / Konjunktur-Klima-Indikator Sept. -2,07 nach -2,18 / Verbrauchervertrauen Sept. -19 nach -22 / Wirtschaftsvertrauen Sept. 82,8 nach 80,8 / Industrievertrauen Sept. -24 nach -25 / Dienstleistungsvertrauen Sept. -9 nach -11 / VPI-Prognose -0,3% nach -0,2% (YoY).
Daten aus Deutschland: ifo-Geschäftsklima Sept. 91,3 nach 90,5 / ifo-Aktuelle Geschäftslage Sept. 87,0 nach 86,2 / ifo-Geschäftserwartungen Sept. 95,7 nach 95,0 / Verbrauchervertrauen Umfrage Okt. +4,3 nach +3,8 / VPI Sachsen Sept. -0,3% nach +0,1% (MoM), -0,3% nach -0,1% (YoY) / VPI Hessen Sept. -0,5% nach +0,3% (MoM), -0,8% nach -0,3% (YoY) / VPI BaWü Sept. -0,4% nach +0,4% (MoM), -0,3% nach +0,1% (YoY) / VPI NRW Sept. -0,3% nach +0,3% (MoM), -0,3% nach 0,0% (YoY) / VPI Sept. -0,4% nach +0,2% (MoM), -0,3% nach 0,0% (YoY) / VPI-EU-harmonisiert Sept. -0,4% nach +0,3% (MoM), -0,4% nach -0,1% (YoY) / Importpreisindex Aug. +1,3% nach -0,9% (MoM), -10,9% nach -12,6% (YoY) / Retail PMI Sept. 47,9 nach 49,5 / Arbeitslose-Änderung Sept. -12t nach -5t / Arbeitslosenquote Sept. 8,2% nach 8,3%.
Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 96,32% und 99,28%, Euro-Bund-Future zwischen 120,66% und 122,00%, Euro-Bobl-Future zwischen 115,16% und 115,64%, Euro-Schatz-Future zwischen 108,29% und 108,025%.
Endlich ist es vollbracht und das Warten hat ein Ende! Der zweite Finanzgipfel in Pittsburgh ist beendet und in Deutschland hat der Wähler bzw. der Nichtwähler gesprochen. In der vergangenen Berichtswoche konnte sich der Rentenmarkt aus den Klauen der Abwärtsspirale befreien und zu einer kräftigen Gegenbewebung ausholen. Diese führte den Euro-Bund-Future wieder über die psychologisch wichtige Marke von 121%. Charttechnik und die Unsicherheiten an den Aktienmärkten bescherten die „Flucht in den sicheren Hafen“. Im Vorfeld des Gipfels mussten u.a. Finanztitel etwas Federn lassen weil doch gravierendere Einschnitte erwartet wurden. Auf diesem „Krisengipfel“ wurde denn auch beschlossen, dass die zwanzig führenden Staaten globale Probleme zukünftig gemeinsam lösen wollen. Demnach werden die Industrieländer nach und nach Einfluss an die frühere „Dritte Welt“ abgeben und G20 wird als neue Staatengemeinschaft schrittweise die Rolle der acht führenden Industriestaaten übernehmen. Beschlüsse zur Begrenzung der Boni, Eigenkapitalausstattung, Maßnahmen gegen Steueroasen, Anpassung der Buchführungsregeln etc. sollen 2010 umgesetzt werden, allerdings erst 2012 in Kraft treten. Ob nun alles besser wird, wird sich also erst in einigen Monaten herausstellen. Dies trifft auch auf das andere
Highlight der Woche zu. Bei der Wahl zum Deutschen Bundestag reichte es Dank einer erstarkten FDP, einer schwächelnden SPD und einer Vielzahl an Nichtwählern doch zur bürgerlichen Koalition aus CDU/CSU und FDP. Somit kam es zum Start in die neue Handelswoche zu steigenden Aktiennotierungen und stabilen Renten. Momentan ist es für Börsianer sehr schwierig die wirtschaftliche Lage richtig einzuschätzen, denn die veröffentlichten Daten könnten unterschiedlicher nicht sein. So wurde einerseits ein Rückgang des US-Verbrauchervertrauens registriert, andererseits hellt sich das EU-Geschäftsklima zum sechsten Mal in Folge auf, das britische BIP schrumpft deutlich und nicht zuletzt macht sich vereinzelt Konjunkturoptimismus breit, weil eine Reihe von Übernahmen und Beteiligungen die Hoffnung auf das Ende der Krise anheizen.
Der richtungsweisende Euro-Bund-Future schloss am gestrigen Abend nach einer Tagesrange zwischen 121,58% und 122,00% bei 121,88% (Vw: 120,48%). Das gehandelte Volumen betrug 0,888 Mio. Kontrakte. Der Euro-Buxl-Future schloss bei 99,12% (Vw. 96,22%), der Euro-Bobl-Future bei 115,55% (Vw: 115,02%) und der Euro-Schatz-Future bei 108,16% (Vw: 108,135%). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (Bundesbankfixing) lag bei 3,233% (Vw: 3,410%). Zweijährige US-Treasuries rentierten bei 0,96% (Vw: 0,97%), fünfjährige Anleihen bei 2,32% (Vw: 2,40%), die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen bei 3,31% (Vw: 3,41%) und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 4,05% (Vw: 4,19%). Am Aktien- und Devisenmarkt waren ggü. der Vorwoche folgende Änderungen zu registrieren: DAX 5.675,16 (Vw: 5.702,05), Dow Jones 9.712,28 (Vw: 9.748,55) und EUR/USD 1,4624 (Vw: 1,4720).
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