: Russland senkt den Leitzins um 0,25 auf 10,50%.
Daten aus USA: Handelsbilanz Juli -32,0 Mrd. USD nach -27,5 Mrd. USD / Erstanträge Arbeitslosenhilfe 550t nach 576t / Registrierte Arbeitslose 6.088t nach 6.247t / Importpreisindex Aug. +2,0% nach -0,7% (MoM), -15,0% nach -19,2% (YoY) / Lagerbestände Großhandel Juli -1,4% nach -2,1% / University of Michigan Vertrauen Sept. 70,2 nach 65,7 / Erzeugerpreisindex Aug. +1,7% nach -0,9% (MoM), -4,3% nach -6,8% (YoY) / PPI ohne Nahrung u. Energie Aug. +0,2% nach -0,1% (MoM), +2,3% nach +2,6% (YoY) / erwarteter Einzelhandelsumsatz Aug. +2,7% nach -0,2% / Einzelhandelsumsatz ohne Autos Aug. +1,1% nach -0,5% / Lagerbestände Juli -1,0% nach -1,4% / ABC Verbrauchervertrauen -49 nach -48 / MBA Hypothekenanträge -8,6% nach +17,0% / VPI Aug. +0,4% nach +0,0% (MoM), -1,5% nach -2,1% (YoY) / VPI ohne Nahrung u. Energie Aug. unv. +0,1% (MoM), +1,4% nach +1,5% (YoY) / VPI Kernindex Aug. 219,692 nach 219,543 sb / Verbraucherpreisindex Aug. 215,834 nach 215,351 nsb / Leistungsbilanz 2Q -98,8 Mrd. USD nach -101,5 Mrd. USD / Industrieproduktion Aug. +0,8% nach +0,5% / Kapazitätsauslastung Aug. 69,6% nach 68,5% / NAHB Wohnungsmarkt-Index Sept. 19 nach 18.
Daten aus Euroland: Beschäftigung 2Q -0,5% nach -0,7% (QoQ), -1,8% nach -1,2% (YoY) / Industrieproduktion Juli -0,3% nach -0,2% (MoM) sb / -15,9% nach -16,7% (YoY) wda / KFZ-Neuzulassungen Aug. +3,3% nach +3,1% / Arbeitskosten 2Q +4,0% nach +3,6% (YoY) / ZEW-Umfrage Konjunkturausblick Sept. 59,6 nach 54,9 / VPI Aug. +0,3% nach -0,7% (MoM), -0,2% nach -0,7% (YoY) / VPI-Kernrate Aug. unv. +1,3% (YoY).
Daten aus Deutschland: Großhandelspreisindex Aug. +0,7% nach -0,5% (MoM), -8,3% nach -10,6% (YoY) / ZEW-Umfrage Konjunkturausblick Sept. 57,7 nach 56,1 / ZEW-Umfrage (Aktuelle Lage) Sept. -74,0 nach -77,2.
Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 97,56% und 95,02%, Euro-Bund-Future zwischen 121,74% und 120,17%, Euro-Bobl-Future zwischen 115,64% und 114,94%, Euro-Schatz-Future zwischen 108,26% und 108,035%.
In der vergangenen Berichtswoche kam es beim Euro-Bund-Future in einem konjunkturarmen Umfeld zu einem klassischen „Rebound“ und somit zu einem Test der 121,74%. Dies war nicht unbedingt zu erwarten, denn am Donnerstagmorgen notierte der Future noch bei 120,17%, doch als Reaktion auf Kommentare führender US-Notenbanker, die von Signalen sich stabilisierender und verbesserter Wirtschaftsaktivitäten in elf von zwölf Fed-Distrikten sprachen, kam es zu steigenden Notierungen bei Aktien, Renten und Rohstoffen. Die Liquiditätsausstattung der Banken im Euroraum wurde nach einer Vielzahl sich überlappender Tenderoperationen der EZB zwar durcheinandergeschüttelt, aber nachdem man sich wieder sondiert hatte, erfuhren Zinspapiere auch von dieser Seite Unterstützung. Weiterhin werden insbesondere ausgewählte Corporate Bonds, die nicht zuletzt wegen steigender Aktienmärkte im Fokus der Anleger stehen nachgefragt. Die Bekanntgabe der Zahlen zur US-Handelsbilanz offenbarte eine gestiegene Nachfrage in den USA in Folge eines deutlichen Anstieges der Importe. Dies wurde von Börsianern als beginnende Erholung der Volkswirtschaft gefeiert und somit kam es zu Kurssteigerungen an allen Märkten. Unterstützt wurde diese Tendenz noch zusätzlich durch das Festhalten der Zentralbanken von Kanada, Neuseeland und England an den aktuellen Leitzinsen und durch Aussagen des US-Finanzministers Geithner, der ankündigte, seine Politik von „Rettungsmodus“ auf „Wachstumsmodus“ umzuschalten. Zu Beginn der neuen Handelswoche rückten aber weitere Themen wie „Quo vadis, Opel“, Staatshilfen für ZF, „Handelskrieg“ zwischen Amerika und China, G20 Gipfel in Pittsburgh und die Werte der ZEW-Umfrage in den Mittelpunkt der Überlegungen. Am 15. September 2008 begann mit dem Zusammenbruch von
Lehman Brother ein neues Zeitalter und in den vielen Reden anlässlich dieses Jahrestages wurden die Notenbanker und Politiker nicht müde auf die bisherigen Erfolge und die noch anstehenden Veränderungen hinzuweisen. Wirtschaftlich scheint wieder alles gut zu sein (DAX erreichte am gestrigen Mittwochnachmittag ein neues Jahreshoch) und somit kam es am Rentenmarkt zu nachgebenden Kursen. Der Euro-Bund-Future durchbrach dabei mühelos die psychologisch wichtige Marke von 121%.
Der richtungsweisende Euro-Bund-Future schloss am gestrigen Abend nach einer Tagesrange zwischen 121,32% und 120,54% bei 120,76% (Vw: 120,48%). Das gehandelte Volumen betrug 0,902 Mio. Kontrakte. Der Euro-Buxl-Future schloss bei 96,80% (Vw. 95,50%), der Euro-Bobl-Future bei 115,10% (Vw: 115,08%) und der Euro-Schatz-Future bei 108,115% (Vw: 108,085%). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe (Bundesbankfixing) lag bei 3,293% (Vw: 3,272%). Zweijährige US-Treasuries rentierten bei 0,98% (Vw: 0,94%), fünfjährige Anleihen bei 2,43% (Vw: 2,39%), die richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen bei 3,46% (Vw: 3,49%) und Longbonds mit 30 Jahren Laufzeit bei 4,25% (Vw: 4,34%). Am Aktien- und Devisenmarkt waren ggü. der Vorwoche folgende Änderungen zu registrieren: DAX 5.700,26 (Vw: 5.574,28), Dow Jones 9.791,71 (Vw: 9.547,22) und EUR/USD 1,4731 (Vw: 1,4577).
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