Marktberichte

Marktbericht Atomkonzerne ziehen DAX nach oben

[10:19, 06.09.10]

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Die Einigung auf eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke treibt die Aktien der Betreiberunternehmen  RWE und Eon an die Indexspitze. Nach starken Vorgaben setzen Europas Börsen ihren Aufwärtstrend fort.


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Europas Börsen setzten ihren Aufwärtrend fort: Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 6163 Punkte. Der Stoxx 50 legte 0,4 Prozent auf 2546 Zähler zu. Der Londoner FTSE 100 rückte 0,4 Prozent vor. Der CAC 40 tendierte in Paris 0,5 Prozent fester. In den USA bleiben die Börsen aufgrund eines Feiertags geschlossen.

Die Anleger schlossen sich positiven Vorgaben an: Daten vom US-Arbeitsmarkt hatten Wall Street und die asiatischen Börsen angeschoben. Die Zahl der US-Beschäftigten war im August zwar den dritten Monat in Folge gefallen, die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschlechterte sich allerdings nicht so stark wie befürchtet. "Die Aktienmärkte dankten es und legten zum Teil fulminant zu", schreibt Postbank-Experte Thomas Theuerzeit.

Zum Wochenauftakt gibt es jedoch wenig Impulse: "Nur die Sentix-Umfrage liefert Hinweise auf den in der nächsten Woche anstehenden, viel beachteten ZEW-Index in Deutschland", schreibt Christian Schmidt von der Helaba. Eine Stimmungsaufhellung aufgrund einer positiveren Lageeinschätzung scheine möglich. "Die Erwartungen aber dürften eine rückläufige Tendenz aufweisen", prognostiziert der Analyst.

Laufzeiteinigung zieht Versorger nach oben

Aktien der Energiekonzerne  RWE und Eon führten den deutschen und den europäischen Auswahlindex an: Sie stiegen um 2,5 und 3,3 Prozent. Auftrieb gab die Einigung auf eine Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke. Die Eckpunkte der Vereinbarung lägen im Rahmen der Erwartungen, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Die Belastungen durch die Brennelementesteuer seien finanzierbar.

Die Verlängerung sei allerdings noch nicht in trockenen Tüchern, betonte Ruland. Schließlich sei noch unklar, ob der Bundesrat zustimmen müsse. Außerdem habe die SPD bereits angekündigt, die Verlängerung im Falle einer Regierungsübernahme rückgängig machen zu wollen. Der Sektor für Versorger, zu dem auch die Energiekonzerne gehören, legte 1,3 Prozent zu und verzeichnete damit die stärksten Zuwächse im europäischen Vergleich.

Auf den Verkauflisten fanden sich die Titel des Konsumgüterherstellers  Beiersdorf mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 43,13 Euro. Analysten von  Barclays senkten das Kursziel für die Aktien des Hamburger Konzerns von 45,50 auf 38 Euro.

US-Daten beflügeln Nikkei

Positive Vorgaben aus den USA zogen die asiatischen Börsen nach oben. Der Nikkei schloss 2,1 Prozent im Plus bei 9301 Punkten. Der Topix gewann 1,8 Prozent auf 838 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur, Südkorea und der chinesische Leitindex verzeichneten Zuwächse.

Aktien exportorientierter Unternehmen gehörten zu den Gewinnern. So legten die Papiere von Kyocera und Tokyo Electron je 3,9 Prozent zu. Suzuki -Titel gewannen 1,5 Prozent zu. Der japanische  Volkswagen -Partner will seine Vormachtstellung auf dem schnell wachsenden Markt in Indien ausbauen und plant dort ein neues Werk mit einer Jahresproduktion von 250.000 Autos.


 

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