Frankreichs Finanzminister Baroin lässt Anleger auf eine baldige Lösung der Griechenlandfrage hoffen. An der Spitze der DAX-Gewinner steht die Commerzbank: Mehr als die Hälfte des Gesamumsatzes im Leitindex geht auf ihr Konto.
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Hoffnungen auf eine Einigung bei den Verhandlungen Griechenlands mit seinen privaten Gläubigern haben am Montag die Kurse an den europäischen Aktienmärkten anziehen lassen. "Viele setzen offenbar auf eine Lösung in der Griechenlandfrage und kaufen jetzt wieder Aktien", sagte ein Händler. Der DAX drehte nach einem schwächeren Handelsauftakt ins Plus und schloss mit 6436 Punkten 0,5 Prozent höher. Damit liegt der Leitindex wieder auf dem Niveau vom August vorigen Jahres. Der EuroStoxx stieg um 0,2 Prozent.
Spekulationen auf ein milliardenschweres Sparpaket gaben auch
Lufthansa einen Schub nach oben: die Titel kletterten um fast zwei Prozent.
DAX-Schlusslichter waren die Versorger. Bei
RWE stieß den Anlegern auf, dass sie wohl für 2011 eine geringere Dividende erhalten. Finanzchef Rolf Pohlig hatte der "Börsen-Zeitung" gesagt, zwar bleibe es bei einer Ausschüttungssumme von 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen Nettogewinns. Doch müsse nach der Kapitalerhöhung die Summe auf mehr Aktien verteilt werden. RWE-Titel fielen um 2,4 Prozent. Die Aktien von Konkurrent Eon waren auch nicht viel begehrter: sie fielen um gut zwei Prozent, nachdem eine charttechnische Unterstützung fiel.
Im Nebenwerteindex MDAX zogen trotz eines Gewinneinbruchs im ersten Geschäftsquartal die Aktien von
Wincor Nixdorf um vier Prozent an. Viele Anleger hätten einfach Schlimmeres befürchtet, hieß es.
Im SDAX setzten
Praktiker ihren Erholungskurs fort und wurden um 15,5 Prozent auf 2,31 Euro in die Höhe katapultiert. Nach dem Kursrutsch im vergangenen Jahr um über 80 Prozent ist die Aktie seit Anfang Januar gesucht. Inzwischen liegen die Titel wieder auf dem Niveau vom November 2011.
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